Spätestens seit Katja Ebsteins populärem Lied wissen wir, dass es bestimmte Begebenheiten immer wieder gibt. Gemein haben sie das mit den Duisburger Akzenten, die, wenn nicht gerade eine Pandemie alles durcheinander wirft, im beständigen Rhythmus alljährlich mit einem umfangreichen Programm aufwarten. Der ausschlaggebende Grund dafür wird sicherlich nicht diese identische Eigenschaft gewesen sein, das Thema Wunder zum diesjährigen Angelpunkt des vierwöchigen Kulturfestivals auserkoren zu haben.
Eine interessante Kollektion an bewegten Bildern rund um das Thema steuert das Filmforum am Dellplatz bei: „Das Wunder des Malachias“, „Das Wunder von Mailand“ und „Das Wunder von Bern“ tragen das Festivalmotto bereits im Titel. Der Monty Python-Kultstreifen „Das Leben des Brian“ persifliert die mirakulösen Legenden über den christlichen Heiland. Und das Kino als Raum des Staunens dokumentiert selbstreflexiv die filmgeschichtliche Kollage „Das Wunder der Neuzeit“.
Zum Mitmachen lädt das Lehmbruck Museum ein: Vier Workshops werden parallel zur aktuellen Ausstellung „Surreale Welten“ angeboten, die zur Auseinandersetzung mit Max Ernst („Max im Wunderland“) auffordern. Erdgebundener wendet sich der Familientag zur Eröffnung der Ausstellung von Werken der britischen Bildhauerin Barbara Hepworth den Wundern der Natur zu. Eine Präsentation mit Arbeiten von Duisburger Künstlern zur diesjährigen Thematik zeigt die Cubus Kunsthalle. „Verwunderungen“ nennt sich eine andere Zusammenstellung lokaler Künstler im Ruhrorter Plus am Neumarkt.
Einen „wunderschönen“ Beitrag trägt der britische Künstler Luke Jerram mit seiner Mondkugel zu den Duisburger Kulturwochen bei. Während der ganzen vier Wochen hängt das leuchtende Kunstwerk mit einem Durchmesser von sieben Metern in der Salvatorkirche unter der Decke. An sich schon Attraktion genug findet dort zudem die Konzertreihe „Under the Moon“ statt. Aufgeführt wird unter anderem Klassisches wie die Große Messe f-Moll von Anton Bruckner. Für Liebhaber poppigere Klänge ist die Performance der Singer-Songwriter Ronja Maltzahn und Wolfspelz einen Besuch wert.
Eröffnet werden die Akzente am 3. März durch das Schweizer Maskentheater Mummenschanz mit ihrem Jubiläumsprogramm „50 Years“, das sich aus den Highlights des Schaffens der 1973 gegründeten Theatergruppe zusammensetzt. Als weitere herausragende Schauspielproduktionen sind beim traditionellen Theatertreffen außerdem das Hamburger Thalia Theater mit der Inszenierung „Der Geizige“ und das Deutsche Theater Berlin mit Kleists „Der zerbrochene Krug“ zu sehen.
44.Duisburger Akzente | 3.3. bis 2.4. | verschiedene Veranstaltungsorte | www.duisburger-akzente.de
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