Er steht mit seinem „guten Namen“ für „Germany steht up“, das Deutsche Stand-Up Festival, das nach erfolgreicher Premiere 2014 dieses Jahr an vier aufeinanderfolgenden Tagen im Dortmunder Spiegelzelt über die Bühne geht: Comedian und „Nightwash“-Moderator Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser, hat sich wie kaum ein anderer um den Nachwuchs im Humorgewerbe verdient gemacht – und dabei ein untrügliches Gespür für Talente entwickelt. Auf wen der Mann ein Auge wirft, der kann sich auf eine mehr oder minder steile Karriere freuen.
Gut, das klappt nicht bei allen. Aber so ein Anfang ist schon mal nicht schlecht. „Ein Wuppertaler trifft auf andere …“ heißt die erste Show (am 16. Juli) des kleinen Festivals, das ins laufende RuhrHochDeutsch-Festival eingebettet ist. Mit Jan Philipp Zymny bekommt ein aus der Poetry-Slam Szene kommender, knuffiger Newcomer aus dem Bergischen Land die Chance, sich zu profilieren. Ole Lehmann, den sich nur schwerlich unter die Nachwuchs-Künstler subsumieren lässt, hat den Humor mit Hilfe von Louis de Funès-Methode integriert – erfolgreich. Oliver Polak setzt auf seinen jüdischen Familien-Hintergrund und Özcan Cosar aus Stuttgart (!) ist ein komödiantisches Naturtalent, ergänzt von einschlägigen Erfahrungen in der Breakdancer- und Gastro-Szene.
Am 17. gibt es „The First English Show“ mit Johnny Armstrong, der aussieht wie Hagrid (der fiese Typ aus „Harry Potter“), aber das Herz eines süßen Kätzchens hat, Stefan Danzinger, der in der DDR geboren und in der UdSSR sozialisiert wurde und John Doyle, dem lustigsten Amerikaner seit George Bush. Gleich zwei Veranstaltungen hintereinander (um 20.00 und 22.45 Uhr) werden am 18. für Überraschungen sorgen: „Die ganz große Samstagabendshow“ tritt quasi die Nachfolge von „Wetten, dass …?“ an, ist nur viel origineller. „Diese Show hat sie alle: die Neuen, die Guten, eine Klassefrau und einen langhaarigen Franken“, verspricht Klaus-Jürgen Deuser, der Abend für Abend von seinem „Haus und Hof DJ“ Adriano Rosso begleitet wird. Ziemlich neu ist der knuddelige Chris Tall, richtig gut ist Maxi Gstettenbauer, eine Frau Vera Deckers und Bembers ein Franke, womit die Ankündigung ganz den Tatsachen entspricht.
Zu später Stunde und bei freiem Eintritt gibt es die „Nachtshow – umsonst & draußen“ mit echten Newcomern wie Lena Liebkind, Benni Stark, Maike Greine und David Kebe. Man achte auf die Frauenquote von fünfzig Prozent – als nichts wie hin, Mädels! Zum Abschluss treten am 19. „Die Coolen, der Süden und eine Windmühle“ auf. Wobei mit den Coolen vermutlich Benaissa und Marius Jung gemeint sind. Ersterer hat sein Bühnen-Coming out bei der „Rebell Comedy“, letzterer ist in Köln aufgewachsen und kokettiert seit vielen Jahren mit seiner Herkunft: Papa war ein dunkelhäutiger Amerikaner, der seinerzeit im Rheinland stationiert war.
Außerdem mit von der Stand-upper-Front: Heinrich Del Core, der aus dem Schwabenland kommt und einen italienischen Vater hat, weiß, was es heißt, ein Inländer zu sein. Und Quichotte, ein Slampoet und Rapper aus Köln, ergänzt das Quintett mit Beatboxbegleitung, Rapeinlagen und Geschichten. Kurz: Es wird abwechslungsreich in Dortmund – fehlt eigentlich nur die Windmühle – meint die stets über Tage lebende
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