Beim musikalischen Rundgang an Tag eins und zwei des Festivals fiel die Auswahl nicht leicht, sofern man als Zuschauer musikalisch ähnlich breit aufgestellt war wie das Programm des diesjährigen Bochum Total. Auf vier Bühnen und etlichen Off-Stages gab es wahlweise Atmosphärisches, Eingängiges und Brachiales auf die Ohren. Wer sich ganz seinem Lieblingsgenre widmen wollte, konnte fast pausenlos Lieblingsmusik genießen. Der Pott dankte es mit gutem Wetter und zahlreichem Erscheinen. Schon Donnerstag, kurz nach Beginn, stellte sich das für das Festival so typische urbane Stadtfestival-Flair ein.
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Zu den musikalischen Highlights am Donnerstag zählten definitiv nicht nur die Headliner am Abend. Auch vorher gab es Rosinen zum Herauspicken. Auf der Sparkassen-Bühne zeigten beispielsweise Herrenmagazin am frühen Abend, dass Punk und Pop durchaus zusammen funktionieren und Balladen auch weniger kitschig und/oder peinlich sein können, als die 0815-Radioschnulze mit überschaubarem Tiefgang. Vor allem in den ersten Reihen dankte man es der sympathischen Band mit Textsicherheit und freudigen Gesichtern. Während sich auf der großen Bühne mittlerweile u.a. Ok Kid breit gemacht und das Publikum gekonnt mit Befindlichkeits-Pop der guten Sorte versorgt hatten, versammelte sich im Bochumer Intershop alles, was reinpasste. Der Grund: 2nd District gaben auf winziger Bühne, ganz im Stile kleiner Punkrockshows, ein Konzert für die rappelvolle Kultkneipe im Bochumer Bermuda3eck.
Der Freitagnachmittag stand im Zeichen von Echofuchs. Auf der Ringbühne überzeugte die Band aus dem Ruhrgebiet mit synthielastigem Indie-Pop, der in Ohr, Kopf und Bein ging. Die Dauerbrenner Blackmail sorgten wenig später an selber Stelle für einen der ersten Waschechten Moshpits vor der Bühne und erfreuten sich sichtlich des sehr jungen, bewegungsfreudigen Publikums. Als dann zu spätere Stunde auch die trailer-wortschatzbühne zu tanzen begann, wurde in der Rotunde amerikanischen Vorbildern gefrönt. Goodbye Fairground, Punkrock-Hoffnung aus Essen und Münster, konnten mit ihrem an Against Me angelehnten Sound – trotz kleinerer technischer Pannen – das wild gemischte Publikum auf ihre Seite ziehen. Bochum Total entpuppt sich auch 2013 als ein Festival, das nicht nur mit großen Namen punktet, sondern auch ein Blick für vielversprechende Newcomer, musikalische Diversität und Subkultur vorzuweisen hat. Dementsprechend darf man sich nun mit Fug und Recht auf Hälfte Zwei des Festivals freuen.
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