Bochum Total zeigte sich auf seiner Internetpräsenz zufrieden mit dem ersten Festivaltag und auch auf der trailer-wortschatzbühne freute man sich über den bunten Mix aus Märchen, Text und Theater. An Tag zwei zeigte sich das Programm auf der Kleinkunst-Bühne jedoch schon wieder runderneuert. Nicht nur dass das Publikum in den Genuss eines Science-Slams in drei Akten kam, auch Live-Musik hielt erstmals Einzug und begeisterte die feierwütige Meute vor der in Scheinwerferlicht getauchten Bühne.
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Während im letzten Jahr schon der Poetry Slam mit Sebastian 23 und Konsorten für große Zustimmung sorgte, sollte nun auch 2013 geslamt werden, wenn auch in leicht abgewandelter, wissenschaftlicherer Form. Der Science-Slam stellt nicht das lyrische Werk des Slammers in den Mittelpunkt, sondern macht es sich zur Aufgabe, dem Publikum ein schwer zugängliches, wissenschaftliches, oftmals die Naturwissenschaft tangierendes Thema innerhalb von 10 Minuten möglichst unterhaltsam nahe zu bringen. Im Gegensatz zum Poetry Slam sind Hilfsmittel wie PowerPoint-Präsentationen oder Live-Experimente durchaus erlaubt. Zum Auftakt, gleichzeitig auch das erste Halbfinale, referierten Matthias Stahnke und Reinhart Remfort um die Wette. Während sich Stahnke als Aachener Raumfahrttechniker den Gepflogenheiten des Raketenbaus widmete und dabei zwar verständlich jedoch pointenarm agierte, konnte Remfort mit seiner charismatischen Abhandlung zur defizitären Quantenphysik punkten und sich nach erfolgtem Applaus-Barometer seitens der gut gelaunten Hörerschaft über einen Platz im Finale freuen. Das zweite Halbfinale bestritten Sylvain Tourel und Benedikt Dercks, die ihr Heil im Zusammenbringen von Schlümpfen, Finanzkrise und Krebsforschung auf der einen und alkohollastiger Mikrodestillation und Testosteronvergleichen auf der anderen Seite suchten. Das Herstellen von Vodka unter Zuhilfenahme des Destillationsprinzips bescherte Dercks letztendlich den zweiten Platz des Finals. Als sich dann im Finale zur Primetime um 20:15 Uhr die Vorträge wiederholten, schien das Publikum sich nicht daran zu stören. Der Anteil unvorbelasteter Zuschauer an der mittlerweile zu einer weit über die Sitzreihen angewachsenen, jubelfreudigen Menschenmenge schien immens zu sein. Den Preis für den ersten Platz, ein Paar goldener Boxhandschuhe, durfte schließlich Reinhart Remfort entgegen nehmen.
Nach insgesamt 90 Minuten Kopfarbeit hieß es zum Abschluss auf der trailer-wortschatzbühne: Tanzbein schwingen! Lazou und ihr Mix aus Swing, Gypsy-Jazz, Chanson, Balkan und Tangor-Rhythmen und Pop'n'Roll entpuppten sich als idealer Stimmungsmacher für die späten Abendstunden. Breit instrumentiert, souverän im Auftreten und hochgradig gut gelaunt, brachte die Band aus dem Ruhrgebiet mehr als nur die ersten Reihen des Potts zum Tanzen. Wer dann noch konnte, verschwand noch Richtung Off-Stage-Programm. Der Rest freute sich vermutlich schon auf die zweite Hälfte des Festivals.
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