Dr. Anna Hájková widmet sich einer Leerstelle der Erinnerungskultur und rückt queere jüdische Opfer des Holocaust in den Fokus. Mit großer Genauigkeit und Sensibilität rekonstruiert die Historikerin Beziehungen, Sehnsüchte und Überlebensstrategien in Ghettos und Konzentrationslagern. Sie erzählt von romantischen, abhängigen und auch gewaltsamen Verhältnissen und macht deutlich, wie komplex menschliche Nähe unter extremen Bedingungen war. Dabei plädiert sie für einen neuen Blick auf Geschichte, der nicht nur Identitäten, sondern auch Handlungen und Erfahrungen ernst nimmt. Ein eindringlicher Abend über das Erinnern, das Verschweigen und die Frage, wie wir Geschichte gerechter erzählen können.
Buchvorstellung Anna Hájková | Di 23.6. 18 Uhr | Fritz Bauer Forum, Bochum | www.fritz-bauer-forum.de
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