„Das U verleiht der Stadt ein neues Bild“
Foto: Francis Lauenau

„Das Ruhrgebiet ist kein guter Ort für Künstler."

24. Oktober 2012

Adolf Winkelmann: Vom Turmbeleuchter zum Filmemacher

trailer: Herr Winkelmann, muss man aus Dortmund kommen, um so ein verrückter Hund zu sein?
Adolf Winkelmann: Das glaub’ ich nicht. Das Ruhrgebiet ist nicht der richtige Ort für Kreative, Künstler oder, wie Sie sagen, Verrückte.

Aber wie war das früher, so als kleiner Bub in der großen Stadt?
Meine Eltern sind ja während des Krieges aus Dortmund abgehauen ins Sauerland. Da bin ich zur Welt gekommen. Später haben wir in einer kleinen Mansardenwohnung in der Nähe des Dortmunder Klinikums gewohnt. Mein Vater schaffte es dann Anfang der 50er Jahre, eine Neubauwohnung im Dortmunder Norden zu bekommen. Später sind wir in die Rheinische Straße gezogen. Von meinem Kinderzimmerfenster dort konnte ich diesen seltsamen Turm sehen, damals noch ohne leuchtendes U und deshalb auch nicht U-Turm genannt. Es war das Gär- und Kellerhochhaus der Union-Brauerei. Schon damals habe ich mich gefragt, wieso Menschen solche Häuser bauen. Eigentlich aber hat mich das Gebäude nur geärgert. Die Brauerei stank und verlängerte meinen Schulweg. Nur zur Adventszeit standen Lichterbäume auf dem Turm, und die sagten mir „Vorfreude!“.

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Interview: Lutz Debus

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