Mit Verlusterfahrungen dürfte sich Joseph Roth ausgekannt haben. 1933 emigrierte der Schriftsteller und Journalist jüdischer Herkunft nach Paris. Mit „Hiob. Roman eines einfachen Mannes“ verlegt er die Geschichte des biblischen Hiob ins Russland des Ersten Weltkriegs und tangiert in der packenden Familiensaga auch die moderne Theodizee. Dramaturg und Regisseur Koen Tachelet, der u.a. für die Adaption von Romanen oder Filmscripts für das Theater bekannt ist, transformierte auch „Hiob“ für die Bühne.
In der Inszenierung von Wolfgang Engel, der 2011 mit dem deutschen Theaterpreis „Der Faust“ für sein Lebenswerk geehrt wurde, feiert „Hiob“ nun am 21.10. Premiere im Essener Grillo-Theater. Tom Gerber gibt den vom Schicksal gebeutelten und von Gott auf die Probe gestellten Mendel Singer. Die Geburt des behinderten Sohnes bringt eine Reihe tragischer Ereignisse und bitterer Verluste in Gang. In deren Folge wird Hiob stets die falschen Entscheidungen treffen, bevor am Ende gar sein zuvor unerschütterlicher Glaube auf die Probe gestellt wird.
Wer den direkten Vergleich sucht, hat noch an einigen Terminen Ende Oktober und am 20.12. die Gelegenheit hierzu. „Hiob“ wird im Schauspielhaus Neuss samt einer halbstündigen Einführung im Rahmen des aktuellen Spielzeitmottos „glauben!“ aufgeführt.
Premiere "Hiob" I Grillo-Theater Essen I So 21.10. 19 Uhr
Weitere Informationen unter: www.schauspiel-essen.de
Infos zu den Rheinischen Landestheatern Neuss: www.rlt-neuss.de
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