Eine Nacht, eine Party. Neun Jugendliche, die versuchen, sich selbst zu finden und zu lieben. Doch wie soll das gehen, zeigt der Spiegel doch einen Körper, der nicht der eigene zu sein scheint? Wie soll das gehen, wenn man keins von den „coolen Kids“ und kein „Hollister-Girl“ ist?
Die Jugendlichen, die „Theaterpartisanen“, haben sich mit Fragen auseinandergesetzt, die sie selbst betreffen. Ihr Thema, zu dem sie das Stück erarbeitet haben, heißt „Leere und Genuss“. Diese sehr weiten Begriffe werden leider oft mit Oberflächlichkeiten gefüllt – es geht dann um schlechte Matheklausuren und die Ansprüche der Eltern, Lehrer und Freunde, in ihrem Sinne perfekt zu sein. Die SchauspielerInnen verkörpern dabei unterschiedliche Typen, wie z. B. das Naivchen, die Frohnatur oder den stets Deprimierten. Dies funktioniert für einige Figuren sehr gut und sorgt für eine gewisse Situationskomik, andere Charaktere bleiben jedoch etwas konturlos. Das fällt vor allem in Massenszenen auf, in denen diese unscheinbareren Figuren doch recht unmotiviert ihren Platz auf der Bühne suchen.
Aufgepeppt wird der Abend mit einigen Gesangseinlagen und live gespielter Gitarrenmusik. Schade nur, dass die Akustik eher schlecht ist, denn singen können die Jugendlichen alle. Die Liedauswahl ist vor allem textlich motiviert und stets der Stimmung entsprechend; so singen sie beispielsweise gemeinsam „Mad world“ mit der Betonung auf Sätzen wie „no tomorrow“ oder „going nowhere“, die die Orientierungslosigkeit der Jugendlichen ausdrücken sollen, in einer Zeit, in der es immer weniger direkte Kontakte gibt, sondern vielmehr via SMS oder Facebook kommuniziert wird.
Insgesamt überwiegt so eher die Leere. Viele Szenen zeigen die Unmöglichkeit, etwas mit sich selbst anfangen zu können oder der Langeweile des Alltags zu entgehen. Die Darstellung des Genusses kommt zu kurz, egal ob es sich um den eher flüchtigen Alkohol- und Drogen-Genuss handelt oder um zwischenmenschliche Genüsse wie Sex oder Liebe; beide dürften bei der jugendlichen Selbstfindung jedoch häufig eine größere Rolle spielen.
„Vakuum im Überfluss“ I 13.4. 20 Uhr I Theater Dortmund (Studio) I 0231 502 72 22
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