Die lange Tradition – das Bochumer Innenstadtfestival jährt sich bereits zum 27. Mal – steht vor allem für seine zahllosen Konzerthighlights. Dem Motto „Umsonst und draußen“ ist man sich im Wesentlichen treu geblieben, auch wenn sich mittlerweile zu den 4 Open Air-Bühnen eine Indoorfläche hinzugesellt hat. Die Daumen drücken für wolkenloses Sonnenwetter braucht man fast nicht (auch wenn’s selbstverständlich schön wäre): Jedes Jahr wird Bochum Total von bis zu 1 Million Besuchern gerockt. Da lassen sich namhafte Bands und Newcomer nicht zweimal bitten, ihre Musik auf einer der Bühnen zu präsentieren. Den „progressiven und experimentellen Klängen“ haben die Veranstalter sich einst verschrieben und so mit dazu beigetragen, einige national wie international erfolgreiche Kombos bekannt zu machen. „Wir sind Helden“ und „Seeed“ sind nur zwei Beispiele.
Das Festival eröffnen werden am Donnerstag die saarländischen Indiepop-Rocker „Mega! Mega!“, deren Name Programm ist – alles ein bisschen bunter und in der Hauptsache spektakulär, überraschende Showeffekte sind Ehrensache für die Newcomer (5.7., 17 Uhr, 1 LIVE-Bühne). An derselben Stelle präsentieren sich am Sonntag „Die Orsons“, eine HipHop-Formation, die die ungeschriebenen Gesetze des Genre auf den Kopf zu stellen scheint. Tiefgründige, intelligente Texte ohne Deprisprache und durchaus mal mit mädchenhaften Verniedlichungen gewürzt schafft, mehr zu provozieren bzw. Interaktion mit dem Publikum zu evozieren als mancher Gangstasound. Das erkannt hatten auch niemand Geringeres als Fettes Brot, in deren Vorprogramm die Orsons bereits spielten (8.7., 19.30 Uhr, 1 LIVE-Bühne).
Terminlich zeitgleich, dabei ganz anders und so auch keine Konkurrenz sind die New Folker „Mobilée“. Mit ihrem Instrumentarium aus Akkordeon, Glockenspiel und Ukulele schaffen sie eine inspirative Mischung aus Folk und Pop, die einem noch lange im Ohr bleibt. Für Freunde luftiger 60s-Sounds im Stile von Nick Drake (Stücke wie „Poor Boy“) genau das Richtige (8.7., 19.30 Uhr, WAZ-Bühne). Die WAZ-Bühne ist zwei Tage zuvor Gastgeber eines der Lokalmatadoren. „Tengo hambre pero no tengo dinero“ („Ich habe Hunger, aber kein Geld“) heißt die 4-Frauenband aus Bochum, die es versteht, auch zwischen ihren Blues- und Folk-inspirierten Popsongs zu unterhalten. Aber das kennt und liebt der Bochum Total-Besucher seit jeher: Die lokale Bandkultur wird gefördert und Charme und Witz der Pottbewohner kommen ebenso wenig zu kurz (6.7., 20.45 Uhr, WAZ-Bühne).
Gleicher Hintergrund, andere Zusammensetzung: Bereits am frühen Freitagabend sind die Bochumer „Artig“ zu erleben. Die vier treten in klassischer Bandbesetzung auf und wollen und werden mit ihrem rocklastigen Repertoire wie neuen Arrangements das Wochenende im Bermuda3Eck einläuten (6.7., 17 Uhr, Pottmob-Bühne). Aus Münster kommen „klubgrün“ nach Bochum und untermalen mit ihrem Konzert wieder einmal die Vielseitigkeit des Festivalprogramms. Ohne langwieriges Computer-Rumgefrickel schaffen sie handgemachte Clubatmosphäre und regen zum Bewegungsvergnügen an. Ohne Quatsch: Hier ist jeder Song tanzbar, und das zur passenden Ausgehzeit (5.7., 22.45 Uhr, coolibri-Bühne).
Über die Headliner H-Blockx (6.7., 20.45 Uhr, 1 LIVE-Bühne) brauchen wir an dieser Stelle nicht lange sprechen – sie stehen mit ihren Rockhymnen für die Partyerinnerungen von Generationen. Den richtigen Riecher für künftige Musikgrößen und lokal-regionale Perlen der Musikkultur haben die Veranstalter eben mehr als einmal bewiesen.
Komplettes Konzertprogramm Bochum Total: www.bochum-total.de/programm I 5.-8.7. ab 15/17 Uhr I 4 Konzertstages
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