Das Mercatorquartier erstrahlt in buntem Licht – überall Installationen und kreative Ausstellungen. In den ausrangierten Schulräumen wird auch alternatives Theater angeboten: Theater zum anfassen, mitmachen und mitdenken. „Kein Plan“ ist eine Inszenierung von Barbara Wachendorff, die sich mit der Gestaltung des eigenen Raumes und der Orientierung beschäftigt. Die immer wiederkehrende Frage „Wo gehst Du hin?“ führt das Publikum durch sechs minimalistich eingerichtete Räume, in denen es um die Verfolgung der eigenen Ziele geht.
Gesellschaftskritisch und moralisch führen Tänzer, Musiker, Filmemacher und Schauspieler auf eine Reise des Körpers und der Wahrnehmung. Es wird gelesen, gesungen, getanzt und improvisiert. Heimat und heimatlos sein, Integration und Fremde, der Weg und das Ziel werden thematisiert. Auch die Stadt und ihre Konsumgesellschaft werden kritisiert. „Wenn wir weniger brauchen, gewöhnen wir uns auch an weniger.“ ist eine vage, aber tiefe Behauptung der Schauspieler, aber genau so ist dieses Theater: experimentell und spekulativ. Ohne vermeintlich klare Linien. Aber darum geht es hier ja, um „Kein Plan“.
Ein Satz auf einem der vielen Blätter in der Zettellandschaft verrät: „Ich kenne die Rolle, die ich spiele, nicht. Ich weiß nur, sie ist unauswechselbar, mein!“ Der tägliche Kampf, dem wir alle ausgeliefert sind, verlangt eine Strategie. Um ein Ziel zu erreichen, braucht man einen Plan; nicht nur räumlich – ein Navigationssystem – sondern auch im Kopf. So diffus, wie die Inszenierung zuerst wirkt, verfolgt sie doch einen Plan: Die Auseinandersetzung mit sich und die konsequente Verfolgung der eigenen Träume.
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