Akt 4 Szene 5. Sein oder nicht sein. Batman mit Schädel. Nur weiter treuer Wanderstab. Du wirst Helsingør schon noch erreichen. Dort, wo die Maschinenmenschen leben und für mehr Inhalt kämpfen und für weniger Kunst. Wie geht das alles in Shakespeares Hamlet zusammen? Ganz einfach: Die Zeit ist aus den Fugen. Wie das schwedische Königshaus auch. Brot und Spiele? Im Dauerfeuer von Dortmunder Technikfreaks mutiert der schwedische Hof zum Überwachungsstaat, in dem zahlreiche Kameras in den Gemächern lauern, wo eingespielte Clips von den Kriegs-Brennpunkten der Welt die Zeiten mischen, wie die biologischen Organismen mit künstlichen. In Kay Voges’ Inszenierung könnte Ophelia (Bettina Lieder) auch die Replikantin Pris aus Ridley Scotts „Bladerunner“ sein und Staatsrat Polonius (Michael Witte) macht sich blutig im weißen Kittel als Dr. Frankenstein an der Leiche des Königs zu schaffen. Kein Wunder, dass der Cyborg Hamlet da weibliche Züge im Batman-Outfit (Eva Verena Müller) vorzieht, lieber mit riesigen Teddybären kuschelt und frei nach Shakespeare am Ende lieber mit Automatikwaffen rächt.
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