Zu den derzeit wichtigen Ausstellungen in NRW gehören zwei kulturgeschichtliche Präsentationen, die sich noch ergänzen. Wenn auch auf unterschiedliche Weise, beide setzen auf die Beteiligung des Besuchers, beziehen dabei Kunst ein, sogar Malerei gibt es zu sehen...
Wie ein fettes blaues UFO sitzt die Rathausgalerie, das aktuelle Großbauprojekt in Leverkusen, ab Frühjahr 2010 auf gläsernen Landungsstempeln. Traurig ist die Geschichte von den Leverkusener Rathäusern und den lustvoll schwingenden Abrissbirnen.
"Und sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann sehen wir uns in Bielefeld!“, sang Udo Lindenberg nicht ohne Ironie über die als langweilig verschriene Stadt. Zumindest musicalmäßig ist Bielefeld mittlerweile eine Reise wert.
Die Tänzer gehörten zu den ersten, die Anfang der 90er Jahre vom Rhein an die Spree abwanderten. „Inzwischen sind viele Tänzer wieder aus Berlin zurückgekommen“, beobachtet Beate Sokoll, die Künstlerische Leiterin der Reihe Tanzkonkret in der Kölner Orangerie.
Eigentlich ist es todtraurig. Andererseits sollten sich die Musikfreunde freuen. Karten fürs Konzert und für die Oper werden momentan verramscht. Der Eindruck entsteht, weil Gutscheine für die subventionierten Tempel allüberall angepriesen werden.
Zu ihrem 15. Geburtstag werben die „Impulse“ auf Plakaten und Flyer mit zwei 8-10jährigen Jungs in Lederhosen, die Händchen haltend auf einer Wiese vor eine Bergkulisse stehen.
Man muss sich einsehen, ein Gespür für Distanz und Nähe gewinnen, vor und zurück gehen und nach einiger Zeit wieder zum Bild zurückkehren. Die Malereien des Belgiers Raoul De Keyser wie auch die des Dänen Per Kirkeby sind nichts für den schnellen Blick.
Promis und Sternchen sonnen sich gern im Gewitter der Blitzlichter. Die Fotografen suchen immer den Star, und der steht, geht oder sitzt stets ganz vorn, an der Rampe. Beim Jazz ist das etwas anders. Bei ganz jungen Bands hat der das Sagen, der einen Proberaum hat.
Letztens saß ich im Zug neben einer Studentin, etwa Mitte zwanzig. Mit etwas hektischen Bewegungen jonglierte sie Kaffee, Brötchen und eine Zeitung und führte gleichzeitig ein Gespräch mit ihrem Gegenüber: „Wenn uns nichts einfällt, drehen wir das Thema eben auf 'Schlimm, schlimm, Wirtschaftskrise.‘“
Der Weg von der Geschichte zum Mythos ist kurz. In Hollywood wurde diese Distanz ohnehin als fiktiv angesehen. So bediente man sich in Zeiten des Monumentalfilm-Booms gerne der Erzählung über den jüdischen Fürsten Judah Ben-Hur.
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