Das Lesen an sich hat ja schon was Wölfisches. Dieses einsame Streifen durch das Buchstabendickicht. Sämtliche Sinne angespannt. Witternd. Die Fährte aufnehmend. Auf der Pirsch nach dem entscheidenden Wendepunkt. Und doch, muss man sich mit Leselampe unter sternenilluminiertem Himmelszelt eingestehen, folgt man nur den Spuren eines unfassbaren Alphatiers, sprich: dem Autor als wahrlich einsamem Wolf auf seinem mäandernden Zug durch die Wildnis der Fantasy. John Irving ist geradezu ein Paradebeispiel für einen derartigen Leitwolf, dessen Spürsinn für skurril-tragikomische Geschichten ein riesiges Rudel ergebener Leser folgt, ohne den Autor in seiner Wesenhaftigkeit je erfassen zu können.
Marc-Antoine Mathieu klettert immer auf die Metabene. Doch dieses Mal geht es nicht um das Medium Comic, sondern um „Gott höchstselbst“. Der ist nämlich auf die Erde niedergefahren und löst dort ein ziemliches Chaos aus. Er selbst bleibt ruhig, aber die Menschen drehen durch: Der Trubel artet schnell in Kommerz (Bücher, Filme, Games und Godland statt Disneyland), aber auch Vorwürfe aus. Ein großer Schauprozess soll schließlich die philosophischen und moralischen Fragen klären.
„A star is born. Fotografie und Rock seit Elvis“ lautet der Titel einer aktuellen Ausstellung im Museum Folkwang. Elvis Aaron Presley gilt als Initialzündung der Rockmusik, auch 33 Jahre nach seinem Tod (den viele Fans und Verschwörungstheoretiker immer noch nicht wahrhaben wollen) als unerreichtes Idol. Er ist auch der Held für die fünfzehnjährige Antje Schröder in Jana Scheerers neuem Roman „Mein innerer Elvis“, der zum Todestag des King Mitte August in den Handel kommt.
„Bücher wird es immer geben, schon alleine ihre Sinnlichkeit, man will doch etwas so Schönes anfassen. Das kann mir die Elektronik nie ersetzen“. Wie oft man diesen Satz doch hört, und wie überzeugt die Menschen von der Zukunft des Buches als Gegenstand sind...
Eine Epoche umspannt in Köln elf Jahre. Das ist genau die Zeit, die Thomas Böhm dazu verwendete, um dem Literaturhaus ein markantes Profil zu verleihen. Nicht selten kamen Autoren mit neugieriger Vorfreude an den Rhein, weil sie gehört hatten...
Ein in die Jahre gekommener Buchhändler aus Hannover, der sich dem Reitsport verschrieben hat, unterhält gemeinsam mit seiner Frau ein Pferd, das auf einem Hof vor der Stadt versorgt wird. Ihnen fällt ein Mädchen auf, das die Pferde hingebungsvoll striegelt und pflegt.
„DAS sollen Gedichte sein?“ fragt sich der 16- oder 17jährige Christoph Wenzel, als er in der Stadtbibliothek Hamm auf die Zeitschrift Akzente und darin auf Gedichte von Ernst Meister stößt.
Elf Jahre nach Benjamin Lebert hat die Literaturszene ein neues Wunderkind: Die 17jährige Helene Hegemann legt mit „Axolotl Roadkill“ ihren ersten Roman vor.
Nicht wenige glauben, dass der Niedergang des Monatsmagazins Marabo begann, als Thomas Gsella, dessen Kolumnen für den höchst witzigen Ausklang der Hefte sorgten, in den frühen Neunzigern dem Ruhrgebietsmagazin den Rücken kehrte und beim Satireschlachtschiff Titanic anheuerte.
Die wichtigste Seite des Programmheftes ist die Rückseite. In Schwarz und Gold ist das dralle kleine Heftchen gehalten, auf dessen Cover triumphierend „Das zehnte Mal“ verkündet ist.
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