Meinungsvielfalt ist ohne Medienvielfalt nicht möglich
Foto: Jan Schliecker

Monopoly im Blätterwald

01. August 2014

Die Konzentration in der Medienlandschaft gefährdet den Meinungspluralismus

Bitterkalt war es am 20. Januar vergangenen Jahres, als sich ein Demonstrationszug von etwa 1000 Bürgerinnen und Bürgern vor dem Redaktionsgebäude der Westfälischen Rundschau am Brüderweg in Dortmund bildete. Wütende Reden wurden gehalten. Trillerpfeifen ertönten. Medienministerin Angelica Schwall-Düren und Arbeitsminister Guntram Schneider waren aus Düsseldorf angereist. Doch alles Zittern und aller Zorn halfen nichts. Der WAZ-Konzern, der sich inzwischen Funke-Mediengruppe nennt, wollte die nur ein paar Tage zuvor verkündete Schließung der Zentralredaktion des Traditionsblatts Westfälische Rundschau nicht rückgängig machen. 120 festangestellte Redakteure und viele Freiberufler verloren ihren Job. Die Lokalseiten werden seitdem von der Konkurrenz, den Ruhr-Nachrichten, übernommen. Der überregionale Teil wiederum ist ein Duplikat der WAZ aus Essen. Warum es noch eine Zeitung mit Namen „Westfälische Rundschau“ gibt, ist also kaum verständlich. Eigentlich verdient das Blatt den Namen „WAZ-Nachrichten“.

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