Jahrzehntelang war das Ruhrgebiet auch dafür bekannt, musikalischen Nischen eine Heimstatt zu bieten. Davon ist in Zeiten, in denen sich jede Kommune auf Massenveranstaltungen kapriziert, nicht mehr viel zu spüren.
Manchmal sind es auch die Schreiberlinge, die Kolumnisten, die freigeistigen Laudatoren zu runden Geburtstagen, die nicht mehr ganz frisch in der Birne sind. Besonders bei Musikkritikern kann die nimmersatte Neugier, die existentiell mit diesem Beruf und dem ihm zugeordneten Thema „Zeitgenössische Musik“ verbunden ist, nach Jahrzehnten Ermüdungserscheinungen erleiden.
Gestern gastierte Ex-Oasis Lead-Sänger Liam Gallagher mit seiner neuen Band „Beady Eye“ beim Bochumer Zeltfestival. Die Coolness ist geblieben, die Arroganz etwas gewichen, aber das Oasis-Etikett wird er kaum los.
Bildungsreisen führten gern mal gen Italien, ganz berühmte Visiten verknüpfen sich mit dem Namen Goethe und denen der Familie Mozart. Auch Mendelssohn reiste in das Land, in dem alle Pizzabäcker angeblich so schön singen können.
Zugegeben, manchmal ist der Titel dieser Kolumne irreführend. Denn was in diesen Zeilen Monat für Monat unter dem Label „Unterhaltungsmusik“ besprochen wird, ist ja meistens erst dann interessant, wenn es über die kulturindustrielle Klebrigkeit hinausgeht.
Da stand er, mit einem Lächeln fragend, ob niemand gesehen hat, dass es ihm von der Decke auf den Kopf getropft hat. Draußen goss es in Strömen. In Wuppertal, an einem Juliabend. „Es wäre nicht Wuppertal, wenn es nicht bis auf die Bühne durchregnen würde“, sagt einer neben mir.
Ausnahmezustand beim Klavierfestival. Der Konzertflügel, dessen Hersteller man sponsorenfreundlich stets ins Programmheft einträgt, ist kaum zu sehen. Chick Corea, der an Elektropiano und Keyboard steht, spielt mit seiner legendären Formation „Return to Forever“ gerade die einzige Zugabe des Abends – und was für eine.
Die Queerkünstlerin Peaches bringt am 1. Juli ihre Show „DJ Extravaganza“ auf die Bühne im Schauspiel Köln – Ein Stimmungsbericht.
Im Interview mit trailer sprach sie über Campkultur, ihre Liebe zum Theater und Lady Gaga.
Die Atmosphäre der Kölner Philharmonie ist nicht die einer durchschnittlichen Konzertlocation. Teppichboden statt Bierlachen auf PVC, freundliche Frauen in blauen Jacketts statt Muskel bepackte Türsteher und jeder bekommt den Platz, der ihm zugewiesen wird oder den er sich im Vorfeld ausgesucht hat.
biograph |
choices |
engels und
trailer
- die online Kinoprogramme für
Bochum,
Bonn,
Castrop-Rauxel,
Dortmund,
Düsseldorf,
Duisburg,
Essen,
Frechen,
Gelsenkirchen,
Hagen,
Herne,
Hürth,
Köln,
Leverkusen,
Lünen,
Mülheim,
Neuss,
Oberhausen,
Recklinghausen,
Solingen und
Wuppertal