Synergieeffekte nutzen!
Illustration: Sven Siebenmorgen

Nachhaltig die Sau rauslassen

12. September 2012

trailer-Thema im September: Green Clubbing

Manche Dinge scheinen auf den ersten Blick nicht zu passen. Sardinen und Schokolade. Tom und Jerry. Ehe und Glück. So mag es sich auch mit den Wörtern Öko und Disco verhalten. Ökologie galt lange Jahre als ein Synonym für Verzicht. Diskotheken und Clubs wiederum sind eher die Tempel des Hedonismus. Latzbehoste Grünkernbrätlingesser und miniberockte Schönheitsköniginnen boten bislang nur einen publikumswirksamen Kontrast in TV-Formaten wie „Das Model und der Freak“. In der Realität lebten Umweltaktivisten und Szenegänger in Parallelwelten. Doch die Zeiten ändern sich. Die LOHAS-Bewegung versucht mit Macht, Lifestyle mit Wildlife zu verbinden.

Diese Tendenz nutzt eine Initiative aus Berlin. Der „Green Club Index“ möchte Diskotheken und andere Veranstalter dazu bewegen, auf umweltfreundliche Technologie umzusteigen und ressourcensparend zu wirtschaften. Laut Aussage der Initiative verbraucht eine durchschnittliche Location im Jahr 150.000 kWh Strom. Das entspricht dem Bedarf von 40 Drei-Personen-Haushalten. Geht man von über 5.000 Diskotheken in Deutschland aus, kommt schon ein erklecklicher Verbrauch in diesem Zweig der Freizeitindustrie zusammen. Noch gieriger sind Großevents. Ein durchschnittliches Festival pulvert die CO2-Emissionen einer Stadt von 50.000 Einwohnern in die Luft, erklärt Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

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Lutz Debus

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