Das Prinz Regent Theater in Bochum
Foto: Presse

Probleme, nichts als Probleme

11. September 2014

Die Theaterhäuser im Ruhrgebiet starten

Jetzt geht’s wieder los. Das Wetter wird schlechter, die Theater rüsten auf. Sommerpause ade. Noch während der laufenden RuhrTriennale eröffnen sie die Häuser – Sommerfest, Premieren, das schicke kleine Gläschen Sekt. Endlich nicht mehr nur Biergarten oder Glotze. Aber: So richtig kuschelig wird’s nicht werden. Überall hartes Brot. Klassische Stoffe. In ihrer letzten Bochumer Saison startet Sibylle Broll-Pape gleich mit „Orest“ von John von Düffel. Auf der Basis der klassischen Dramen von Sophokles, Aischylos und Euripides erzählt der locker den Atridenmythos neu und entdeckt darin eine zeitgenössisch psychologisch ausgefeilte Familien- und Polittragödie, Antike reloaded. Das böse Geschwisterpaar Elektra und Orest reitet durch die Nacht, oder besser durchs Prinz Regent Theater. Leicht hat es Onkel Wanja im gleichnamigen Stück am Bochumer Schauspielhaus nebenan auch nicht. „Eine Krise kann jeder Idiot erleben, aber was uns auslaugt, ist der Alltag.“ – Ein Satz von Tschechow, der über jedem seiner Stücke stehen könnte, macht hier besonders Sinn. Wanja ist unglücklich in Elena verliebt, die macht nämlich Landarzt Astrow schöne Augen. Alle irren gemeinsam endlos umher, umschwirren sich ständig, und doch: Für was soll man eigentlich arbeiten? Und wieso wird nie etwas so, wie es hätte sein können. Kann Regisseur Stefan Kimmig diese Fragen beantworten?

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