Ein bisschen sind sie ja die Stiefkinder des Schauspielbetriebs. Zumindest hierzulande. Die gehören doch eigentlich in den Zirkus oder auf den Jahrmarkt, nicht ins Theater, oder? Roberto Ciulli, Chef des Theaters an der Ruhr in Mülheim, hat den Clowns ein szenisches und musikalisches Denkmal errichtet, in Koproduktion mit den Théâtres de la ville de Luxembourg. „Clowns 2 ½“, von Kritikern hochgelobt, ist kommenden Donnerstag (9.2) wieder in Mülheim zu sehen.
Aber eigentlich geht es ja nicht um Clowns. Es geht ums Altern, mit oder ohne Würde. Darum, in der letzten totalen Institution des Lebens, die Lokalzeitungen nie bei ihrem richtigen Namen nennen, eingesperrt zu sein. Doch es bleibt nunmal ein Altersheim und wird niemals eine Residenz. Mit welchem Blick kann man sich diesem schmerzvollen Thema überhaupt zuwenden? Ciulli findet: mit dem Blick eines Clowns – dem Blick fürs Komische im allgemeinen und den eigenen Schwächen im besonderen. Das Personal wird zum Weißclown, der eingesperrte Alte zum anarchischen roten Clown.
„Clowns 2 ½“ | R: Roberto Ciulli mit Matthias Flake u.a.| Do 9.2. 19.30
Uhr | Theater an der Ruhr, Mülheim | www.theater-an-der-ruhr.de
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