Immer wieder montags ... sind Currywurst und Pommes im Eintrittspreis inbegriffen: Zum dritten Mal steht das Spiegelzelt, in dem drei Monate lang reines „RuhrHochDeutsch“ gesprochen wird, am Dortmunder U-Turm. Nach der Fußball-Europameisterschaft ist es an der Zeit, dass es was zu lachen gibt. Am 2. Juli gehen Keirut Wenzel, Susan Kent & Fred Ape in die Vollen: „Von A wie Kabarett bis Z wie Liedermacher“ heißt das Programm, in dessen Verlauf bekannte Show-Größen die Bühne entern – dank der stimmlichen und parodistischen Fähigkeiten von Susan Kent. Wenzel wiederum beherrscht die Kunst der Sketchcomedy, ergänzt von Songwriter und Kabarettist Fred Ape, der die Poesie des Daseins besingt.
Was wäre das Festival ohne die Unterhaltungs-Granate Lioba Albus alias Mia Mittelkötter? Zusammen mit einem gewissen Herrn Fröhlich stimmt sie ein „göttliches Lustspiel für Körper und Geist“ an – genauer: ein Bühnenprogramm mit dem schönen Titel „Erlachet – Sie auch!“ (am 6. und 7. Juli). Wobei er die Arschgeige spielen darf und sie sich in einem östro-genialen Ausnahmezustand befindet. Klingt gut!
Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit über Schneewittchen deckt die kesse Uta Rotermund in ihrer „Damenwahl“ auf (am 15. Juli). Außerdem zeigt „the Lady in Pink“, wie frau sich eine Burka basteln kann, und entführt ins Berliner Platzhirschmuseum, wo die von Frau Merkel entsorgten Politiker ein neues Zuhause gefunden haben.
Fünf Tage später, also am 20. Juli, kommt Knacki Deuser mit seinem „Nightwash Comedy Special“ ins Zelt – und bringt nicht nur seine Band in Form von Alex Flucht mit, sondern auch so grundsympathische Kleinkünstler wie Lisa Feller, Frank Fischer und Jens Heinrich Claassen. Wobei Letzterer mit seinem Biene Maja-T-Shirt und der ihm eigenen Schüchternheit richtig zum Knuddeln ist. Fischer wiederum kann sich rühmen, bereits 18 (!) Kleinkunstpreise in Deutschland abgeräumt zu haben, und Lisa Feller wird über ihre Mission als Mama berichten.
Ambitionierter, aber nicht weniger unterhaltsam ist „DiegroDoLesShoiSpi“ am 25. Juli – dabei handelt es sich wohlweislich nicht um den Titel eines Tanztheaters, sondern um eine Abkürzung für „Die große Dortmunder Lesebühnen-Show im Spiegelzelt!“. Der für seine satirischen Ghostwriter-Werke bekannte Radiomoderator Thomas Koch hat mit Torsten Sträter den „Godfather“ der deutschen Poetry Slam-Szene eingeladen, der in Anlehnung an Sebastian Sicks Bestseller ein Buch mit dem witzigen Titel „Der David ist dem Goliath sein Tod“ geschrieben hat. Und Andy Strauß, den amtierenden Poetry Slam-Champion von NRW, der so hinreißend vorliest, dass der Zuhörer gerne mal vor Begeisterung sein Bier verschüttet. Und da ist noch Tobi Katze, der bekennende Nord-Dortmunder. Berühmt ist er nicht nur für seine Kurzgeschichten, sondern auch für seine Frisur – eine Brille trägt er nur zum Angeben.
Immer donnerstags bringt Bruno „Günna“ Knust mit seiner Hartz-Vegas-Segers-Band den Eingeborenen, Zugezogenen und Gästen aus anderen Landstrichen das Ruhrgebiet nahe: diesmal im neuen Outfit, aber wie immer in tiefergelegtem Hochdeutsch. Darüber hinaus wird im Laufe des bis zum 13. Oktober dauernden Festivals ein Wettbewerb unter den Nachwuchs-Komödianten stattfinden. Der Sieger darf den „Tana-Schanzara-Preis“ mit nach Hause nehmen.
Und noch etwas soll nicht unerwähnt bleiben: „Tante Amanda“ sorgt während der Zeit dafür, dass niemand mit leerem Magen und trockener Zunge im Zelt sitzen muss. In der Küche des Restaurants steht Josef „Bubi“ Leuthold am Herd. Er kann nicht nur Currywurst! Verspricht wie immer hoch und heilig die stets über Tage lebende
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