Wenn eine kleine Hand zum Zählen der Lebensjahre nicht mehr ausreicht, dann beginnt in der Regel die Zeit für Bühnenspektakel jenseits des Kasperletheaters. Davon profitieren die Stadttheater insbesondere zur Weihnachtszeit. Prall gefüllte Sitzreihen, dafür ungewohnte Lautstärke für die Schauspieler und ein Spielplan voller Märchen. Im Ruhrgebiet haben Sie für Ihren Nachwuchs im geeigneten Alter wie jedes Jahr die Qual der Wahl: Im Schauspielhaus Dortmund spielt man nicht gerade die Gebrüder Grimm, sondern den amerikanischen „Zauberer von Oz“, in dem Dorothy durch einen heftigen Sturm mitsamt dem Farmhaus in eine fremde Welt, das Land der Mümmler, gewirbelt wird und dort skurrile Abenteuer erlebt, bevor sie wieder mit Hilfe ihrer neu gefundenen Freunde und der guten Hexe nach Hause findet.
Im Bochumer Schauspielhaus setzt man auf einKinder- und Familienstück von Tilde Michels. „Kleiner König Kalle Wirsch“ heißt es und ist der Elterngeneration wohl eher aus der Augsburger Puppenkiste bekannt:Tief unter der Erde, in einem sonderbaren und geheimnisvollen Reich, regiert König Kalle Wirsch über die fünf Völker der Erdmännchen. Doch er hat einen Feind, der alles daran setzt, ihn von seinem Thron zu stürzen: Zoppo Trump. Um selber König zu werden, fordert er Kalle Wirsch zum Kampf heraus. Zwei unerschrockene Kinder, Jenny und Max, müssen Kalle helfen und begleiten den kleinen König zurück in sein Reich. Wie auch für Dorothy beginnt eine abenteuerliche Reise, mit schwierigen Rätseln und gefährlichen Gegnern.
So ganz auf der Erdoberfläche bleiben dürfen die Helden im Theater Oberhausen auch nicht, woCornelia Funkes „Gespensterjäger auf eisiger Spur“ gezeigt wird und die Geschichte von Tom erzählt, der eigentlich einziemlicher Angsthase ist. Als er eines Tages in den muffigen und dunklen Keller geschickt wird, steht plötzlich ein Gespenst vor ihm. Panisch vor Angst kann er gerade noch entkommen. Natürlich nimmt ihm seine Familie die Gruselgeschichte nicht ab. Aber zum Glück trifft Tom die erfahrene Gespensterjägerin Hedwig Kümmelsaft, die sich mit allen Gespenstersorten auskennt. Sie identifiziert Toms Gespenst sofort als MUG (Mittelmäßig Unheimliches Gespenst). Doch statt das MUG aus dem Keller zu verjagen, freundet sich Tom mit ihm an. Es heißt Hugo und ist aus der alten Villa geflohen, weil sich dort ein UEG (Unglaublich Ekelhaftes Gespenst) breit gemacht hat. Unter Hedwig Kümmelsafts Leitung machen sich Tom und Hugo daran, die Villa zurückzuerobern. Die in Oberhausen nicht unbekannte Regisseurin Jean Renshaw inszeniert das „Grusical“ zur Musik von Walfried Böcker.
Einzige Ausnahme im neuzeitlichen Stückereigen (neben Essen, wo der „100 Jahre alte Peter Pan“ gezeigt wird) bildet das Theater an der Ruhr in Mülheim, wo Maria Neumann zahlreiche deutsche Märchen für Kinder aufbereitet hat und damit auch einen mehrfachen Besuch möglich macht. „Dornröschen“, „Der standhafte Zinnsoldat“ oder „Hans im Glück“ als Solonummer oder „Schneewittchens Welt“ für die ganz Kleinen (ab 4 Jahren), inklusive Schminken, Basteln, Spielen und Malen. Wählen Sie mit Bedacht.
„Zauberer von Oz“ von Lyman Frank Baum | R: Andreas Gruhn | Theater Dortmund | 0231 5 02 72 22 | www.theaterdo.de
„Kleiner König Kalle Wirsch“ von Tilde Michels | R: Katja Lauken | Schauspielhaus Bochum | 0234 33 33 55 55 | www.schauspielhausbochum.de
„Gespensterjäger auf eisiger Spur“ von Cornelia Funke | R: Jean Renshaw | Theater Oberhausen |0208 8 57 81 84 | www.theater-oberhausen.de
„Schneewittchens Welt“ u.a. | Theater an der Ruhr Mülheim | 0208 5 99 01 88 | www.junges.theater-an-der-ruhr.de
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