Tage wie zuletzt dieser 9. Juli sind es, die den Fachleuten im Revier Sorgen bereiten. Regen nämlich rund um die Uhr – an der Wetterstation Essen satte 56 Liter pro Quadratmeter. Es war die größte Tagesmenge seit November 2010. Oder der 9. Juni, auch als „Baumfäller-Pfingstmontag“ bekannt: Da gingen in Bochum 40 Liter runter – innerhalb einer Stunde. Neben dem Chaos, das der Sturm oberirdisch anrichtete, kam eine zweite Gewalt aus dem Untergrund. Die überlastete Kanalisation sorgte für Rückstaus und Überschwemmungen, anderswo drückte die Flut Gullydeckel aus dem Boden. Regen mischte sich mit Fäkalien-belastetem Wasser dort, wo man diese Brühe lieber nicht hätte: in Straßen, in Vorgärten.
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