Was bei Rainald Goetz' „Abfall für alle“ noch seine Spannung aus dem Übergang der alltäglichen Erfahrungswelt des Tagebuchschreibers in den öffentlichen Raum erhielt, ist bei modernen DichterInnenwettstreits fast tautologisch im Ritus aufgelöst: Kein Slam-Text ohne exhibitionistische Etikette. Kein Publikum, dass nicht nach dieser subjektiven Erfahrungswelt giert. Kein Event, wo der selbstvergessene Fun-Faktor nicht Konsens ist. Was Goetz der Literatur ästhetisch auf die Fahnen schrieb, bekam auch beim jüngsten Megaslam der WestStadtStory unbekümmert Geltung: Die ungeschliffene Banalität des Alltags – eben Abfall für alle: Jay Nightwind entlädt den alltäglichen Frust, der an der überfüllten Supermarktschlange explodiert; Björn Gögge kotzte sich über das neoliberale Uni-System aus und in Micha-El Goehres harmlosem Nonsens-Spaß schwang ein übler Sexismus mit.
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