Fred Sandback, Two Intersecting Vertical Walls of Light, Kunstharzfarben auf Papier, 56x76 cm, Sammlung Verbund Wien
© Fred Sandback Archive

Zeichnung als Skulptur

25. Oktober 2014

Fred Sandback in Bottrop

Die Eröffnung in der Kunsthalle Mannheim liegt fast drei Jahrzehnte zurück. Noch hinter dem Vernissagen-Publikum stand der Künstler: Fred Sandback, ein freundlicher Hüne mit langem Bart, die Haare zum Zopf zusammengebunden, einen riesigen Seesack bei sich … Der Amerikaner Fred Sandback, der 2003 60-jährig gestorben ist, war ein Nomade im Ausstellungsbetrieb: einer, der alles, was er brauchte, bei sich hatte, der sich vor Ort vorübergehend einnistete und auf die gegebene Architektur hin arbeitete. Dabei verwendete der große Mann als Material zarte Fäden aus Wolle, die er von der Wand in den Raum hinein spannte. Dort wurden sie, je nach Situation, fast unsichtbar oder zu Konturen eines plastischen Volumens. Eine wichtige Rolle für diese raumbezogenen Skulpturen spielen die Farben, die mittels der Wolltextur im Licht verschwimmen, aber den Eindruck eines stabilen Körpers verstärken. Sandback schließt an die Tradition der US-amerikanischen Minimalisten an und doch ist er grundverschieden. Er erstellt lineare Zeichnungen im und mit dem Raum.


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