Die Fotografie erobert sich ihren Raum. Mit dem Projekt „21.lettres.a.la.photographie@gmx.de“ – und der Ausstellung der Preisträger der Wüstenrot Stiftung – erhält dieses Medium einen dauerhaften Ort im Untergeschoss des Museum Folkwang. Die Premiere setzt auf Verdichtung. Sie konfrontiert die „21 fotografischen Briefe“ mit Werken aus der Fotografischen Sammlung. „21 lettres“ besteht aus 21, über Jahre anonym versandte Fotokopien fotografischer Aufnahmen, die teils mit collagierten Papieren versehen sind. Inhaltlich zeigen sie alltägliche Szenen und skurrile Inszenierungen lapidarer Vorgänge.
Unterschwellig thematisieren sie zentrale Aspekte des Umgangs mit Fotografie, etwa die Bilderflut im Internet, die Kriterien für Kunst, die Verfahren der Reproduzierbarkeit mitsamt der Frage, ob nicht die digitale Datei bzw. das Negativ reichen, und die für den Kunstmarkt so wichtige Rolle der Urheberschaft. Die angeschnittenen gesellschaftlichen Fragen aber vertiefen die aus der Sammlung ausgewählten Fotografien weiter. Einzelne sind anonym, oder es handelt sich um unmittelbare, fotografische Kommentare zu akuten Themen. Vertreten sind solch wichtige Fotografen wie Lewis Baltz und Nan Goldin und (anonyme) Fotografien, die die Schwelle zum angewandten Bild überschreiten. Der Reiz dieser Ausstellung liegt in ihrer kontrollierten Subjektivität, den Möglichkeiten freier Assoziation und eben dem formalen und inhaltlichen Reichtum der „21 lettres“. Es hat seine Gründe, dass die schnöden Fotokopien an der Wand hängen. Also, museale Arbeit vom Feinsten.
21.lettres.a.la.photographie@gmx.de | bis 8.11. | Museum Folkwang Essen | 0201 884 54 44
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