Seit zwei Jahrzehnten zeigt das Theater Festival Impulse des NRW Kultursekretariats die wichtigsten Theaterproduktionen aus dem deutschsprachigen Raum, die außerhalb der Stadttheater produziert wurden.
Das Leben ist eine Einbahnstraße verpasster Chancen. Niemand sollte darüber jammern, denn keiner schafft es nichts zu verpassen, nicht einmal Gott.
„Jetzt erst begriff Karl Rossmann die Größe Amerikas“ - der Held in Kafkas Romanfragment „Amerika“ hat nach einer langen Odyssee durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten Zuflucht beim Naturtheater Oklahoma gefunden.
„Jupp, du bis mich einen!“ sagt Omma gerne. Doktor Stratmann hat die Sprechblasen geschrieben, die in einem von Christina Groth-Lindenberg liebevoll und gekonnt illustriertem Buch zu bewundern sind. „Pilz inne Buxe“ heißt der „heitere medizinische Comic“, der mehr über die Ruhrgebiets-Mentalität verrät als manche kluge Abhandlung.
Schon die kleinen Wörtlein „nach Molière“ unter dem Titel lassen hoffen. Philipp Preuss inszeniert „Der Geizige“ am Moerser Schlosstheater nicht aus dem Reclamheft. Preuss inszeniert Molière eigentlich gar nicht, er zelebriert stattdessen die Probe des Klassikers, liefert Regietheater als Transformation auf die Rede des Schriftstellers Daniel Kehlmann, die jener 2009 zum Auftakt der Salzburger Festspiele gehalten hat.
„Moral hat keine Schlupflöcher!“ Abtreibung? Homo-Ehe? Darüber wollte Ted Haggard erst gar nicht diskutieren. Was davon zu halten sei, sagte er, stehe eindeutig in der Bibel. Aber „Pastor Ted“ war auch von einem starken Missionierungsdrang getrieben. Also zog er durch die Schwulenbars, um die vom rechten Weg Abgekommenen zu „heilen“.
Florian von Hoermann bringt Juli Zehs „Corpus Delicti“ (Gegenstand/Körper des Verbrechens) auf die Essener Casa Bühne und lässt es mit einem grotesk-komischen Auftakt beginnen: Gymnastikübungen mit einem gut gelaunten und gebräunten Vorturner.
Zu einer Zeit, in der alle Völker in Bewegung waren, wird Hagen von Tronje ins Isenland gesandt, um im Namen seines Königs um die Hand der wunderschönen Brunhild anzuhalten. Alles hätte gut enden können, doch Mond und Sonne passen nicht auf, das Unglück beginnt.
Eigentlich geht es Iphigenie gut, doch sie will einfach nur weg. Ausgerechnet zurück nach Griechenland zu Familie und dem Fluch den die Götter ihrer Sippe auferlegt haben, weil irgend so ein Halbgott im Stammbaum mal seinen Sohn für die Göttermahlzeit frisch zubereitet hat, weil er deren Allwissenheit testen wollte.
Das Leben ist ein Traum, oder ist der Traum das reale Leben? Drei weiß getünchte Räume stehen vor den Zuschauern. Ziemlich verlassen sehen sie aus, nur die Spuren von Möbeln und einst geliebten Bildern sind wahrzunehmen. Darin sitzt eng umschlungen ein junges Pärchen.
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