Am Anfang war das Chanson. Oder Reinhard Mey. Oder ein Graffiti. Hip-Hop is over when you want. Das Graffiti ist weg, when du es crossed. Das Chanson ist auch unhörbar, when das Heavy Metal die Bühne betritt. Ein Headspin schadet beim Breakdance der Frisur. Ein Stadttheater schädigt die autonome Wholetrain-Front.
Es war einer der blutigsten Ort in ganz Afghanistan. Dort hat jeder Mensch hat seinen Zerreißpunkt: Als Frontberichterstatter begleitet ein Journalist das Leben von US-Soldaten in den Berglandschaften. Was zehrt mehr: die Feuergefechte selbst oder die quälende Zeit des Wartens?
Ein langer schmaler Tisch dominiert die Bühne, an der die geladenen Gäste Platz nehmen werden: Leonardo da Vincis „Abendmahl“ stand Pate bei der Kulisse, in der Mathias Richling den „Richling Code“ entschlüsselt.
Das Leben an der Ruhr ist oft kein Zuckerschlecken, der Besuch eines der Reviertheater auch nicht. Da kann der Theatergänger schon einmal einen Knacks kriegen. Preis und Leistung liegen nicht in derselben Emscheraue, Kunst und Ökonomie ebenso wenig.
Den Hass-Kasper mit der Glatze mag niemand. Dabei sieht er eigentlich ganz niedlich aus mit seiner langen Nase und den kugelrunden Augen. Sein Auftritt in „KasperPop“, dem neuen Programm von René Marik, mit dem er am 16. April in der Emscher-Lippe-Halle in Gelsenkirchen gastiert, ist allerdings nicht abendfüllend, fristet er seine Existenz doch weitgehend am Rande des Geschehens.
Leder. Rocker. Blut und Macht. Im Dortmunder Schauspielhaus findet mal wieder ein Shakespearsches Schlachtengetümmel statt, die altbewährte Auseinandersetzung zwischen dem fetzigen Macbeth und dem zufälligen Rest der kleinen, damaligen Welt. Der Schauspieler und Regisseur Peter Jordan (Kommissar Uwe Kohnau im „Tatort“) setzt bei seiner ersten Inszenierung in seiner Heimatstadt auf die Bearbeitung von Heiner Müller und auf ein ungewöhnliches Bühnenbild.
Der Verlust an Kultur ist traurig. „25 Sad Songs“ heißt deshalb die Revue, die Thomas Krupa und Ari Benjamin Meyers am Essener Grillo in Szene gesetzt haben. Und der Begriff trifft die Inszenierung genau. Zwei Stunden lang fordert die Titelauswahl aus rund einem Jahrhundert Musikgeschichte die Zuschauer. Lache Bajazzo (Ruggero Leoncavallo 1892), erfreue dich am Verlust, die ersten älteren Semester gingen bei „Once in a Lifetime“ (1981) von den Talking Heads, so ist das bei der Silberhaarfraktion. Alles ist sterblich und die Zeit wird knapp, auch fürs Theater.
Parzival trifft keine Schuld. Der spätere Ritter und Retter lebt noch mega-behütet bei seiner Mama Herzeloyde im Wald. Ritterspiele, Turniere und rohes Minnespiel sind gerade en vogue am Hofe von Artus und seinen Recken. Was liegt also näher als die Studenten der Folkwang Universität der Künste die „Parzival“-Fassung des Schweizer Autors Lukas Bärfuss studieren zu lassen.
Ein tolles Jahr irgendwann in den 1930ern. Kultur wird groß geschrieben. Selbst in der bereits bräunlichen Provinz, wo der Musikverein Walhalla einen konzertanten Ring erwartet. Die Kneipen-Bühne in Wippelsdorf ist bereit für einen Wagnerabend, mitten darauf sitzt ein riesiger Operetten-Schwan. Pech für Adele Würmeling und Herwarth Moksch, die beiden sind trotz Auftrittsverbot durch die Nazis und nur aufgrund einer Fehlbuchung ihrer Agentur hier.
Wie war das noch mit Siegfried? Wer tötet ihn und warum? Und welche Rolle spielt Kriemhild dabei? Wer sich über solche Fragen Gedanken macht, bevor er „Siegfrieds Tod, Nibelungen II“ in der Rottstr. 5 in Bochum sieht, wird schnell merken, dass das unnötig ist.
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