Die große Bühne des Schauspielhauses wird zum Ort eines der letzten Dortmunder Grubenunglücke, der Bühnenturm zum Schacht, in dem sich die Grubenwehr abseilt. Die Suche nach Überlebenden führt in die Tiefe der Zeit und zu Verschütteten, zu wahren und erfundenen Geschichten. Dortmunder Bürger und Schauspieler gehen auf Spurensuche...
Hinein ins neue Jahr 2011, das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen mit den Marginalien der Kultur. Dennoch dürfen im Ruhrgebiet die reichlich abgesessenen Theatersessel nicht leer bleiben, brauchen sie auch nicht. Die interessanten Inszenierungen der Möchtegern-Metropole gehen einfach weiter: In Essen finden wir uns bereits im Januar im Jahr 2525 wieder (kein Zufall: Das war 1969 ein böser Zager- und Evans-Hit). Warum erklärt die Rückblick-Story: Das Grillo-Theater und seine Umgebung wurden nämlich im Januar 2011 komplett zerstört.
Mit „Sad Songs“ geht’s ins neue Jahr. Beileibe kein Omen. Der Start in Essen war erfolgreich. Wenn auch die Fusion mit dem Theater Oberhausen erst einmal vom Tisch ist, wenn auch die wirtschaftliche Lage der Kommunen sich zu bessern scheint, leicht ist die Aufgabe von Christian Tombeil, dem eher stillen Arbeiter im Hintergrund, nicht.
Das Heim ist eine spiegelblanke Fläche. Henrik Ibsens Nora bewegt sich anmutig darauf. Wie ein kleines Kind geistert die dreifache Mutter im Pup - pen-Tutu tanzend übers Eis, nur ein stilisierter Weihnachtbaum ist ihre Bühnendeko. Am Heiligen Abend locken Geschenke für alle, Noras Mann ist schließlich befördert worden. Alles ist leicht, die Symphonie des Grauens kann beginnen.
Filipa ist eine Prinzessin. Genau wie man sie sich vorstellt. Mit Pluderhose, Stiefeln und einem etwas engen Jäckchen. Gerade liegt sie auf einem merkwürdigen Wägelchen und schläft, genießt ihre Freiheit in Filipanien – bis ihre Eltern kommen.
Das be- und verzaubernde Illusionstheater entsteht durch ein effektvolles Bühnenbild (Jan Steigert), bei dem Nebelschwaden zum Meeresrauschen werden und Leinwände eine verwunschene Unterwassertraumwelt auferstehen lassen, selbst ein schnöder Umbau wird zum Hingucker.
Pumpender Bass. Stroboskop-Blitze. Schillers „Räuber“ sind los. Wie immer in Leipzig, wo sie eigentlich studieren sollten. Aber Scheiß Machen und Bierdosen Killen macht noch mehr Spaß.
Kann man geliebt werden, wenn man hässlich ist? Können schöne Worte die große Nase wettmachen? Cyrano glaubt nicht daran und leiht dem schönen Christian seine Worte, um die von beiden geliebte Roxane zu verführen.
Er ist kein übler Kerl, dieser Kohlhaas. Ein aufrechter Kaufmann, und einer, der an „das Gefüge von Recht und Ordnung“ glaubt. Eher Spießer als ein Revoluzzer. So ist er eigentlich auch nicht auf Ärger aus. Kohlhaas will in Ruhe seine Arbeit machen, sein Leben leben – pragmatisch und kompromissbereit.
Heraus in eure Schatten, rege Wipfel. Auf der Bühne des Bochumer Prinz Regent Theaters rezitieren die Schauspieler Goethes Texte, in der letzten Reihe flimmern nebenan die Handys, rezitieren die Schüler ihre Kürzel.
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