Bühne.

"An über 40 Minuten Applaus musste ich mich erst mal gewöhnen"

Den kürzesten Weg beim Ruhrgebietsinternen Intendantenreigen hatte Anselm Weber, neu am Bochumer Schauspielhaus - Premiere 11/10

Sein Wechsel von Essen nach Bochum wurde argwöhnisch beobachtet. Doch bereits mit seinem ersten Premierenreigen hatte Anselm Weber das Bochumer Publikum auf seiner Seite. Ungewöhnliches Theater, Breakdance in den Kammerspielen und mit Christoph Nußbaumeders „Eisenstein“ eine erste Intendantenregie, an der es nichts zu meckern gab.

Tragödie des Wahnsinns

Krieg im Bochumer Prinz Regent Theater - Theater Ruhr 10/10

Das Grauen kommt schleichend, nicht nur für die Zuschauer, auch für die Schauspieler auf der Bühne. Das Theaterstück „Verbrennungen“ des libanesisch-kanadischen Autors Wajdi Mouawad kennt keinen Ort, benennt weder Täter...

Sumsemann und ISS

Das Theater Oberhausen bespielt den Gasometer - Theater Ruhr 10/10

Der Weg zu den Sternen führt für Anneliese und Peter vorbei an der glühenden Sonne, vorbei an der ISS im Orbit, dann müssen sie noch durchs ganze Sonnensystem und die Treppe rauf ins Dunkle, wo der gute alte Trabant an der Gasometerkuppel baumelt.

Kongo geht auch anders

Die ehemaligen Strassenkinder bei der Fidena - Theater Ruhr 10/10

Kultur ist ein mächtiger Menschenmagnet. Manchmal kann sie sogar Kirchen wieder füllen, das freute auch den Domprobst der Bochumer Kulturkirche Christ-König. Für die Fidena-Produktion „King Kongo“ waren junge Musiker aus Kinshasa angereist und erzählten in Lingala und Französisch eine bittersüße Geschichte...

Das additive Kompositionsprinzip

Thomaspeter Goergen inszeniert das "Liebeskonzil", ein antiklerikaler Schnitt aus zwei humorvollen Stücken - Theater Ruhr 10/10

Das Leben ist eine Kirche, der Glaube ein Putzlappen. Mit diesem Reinigungsmittel hat der Klerus manch heimlichen Spermaflecken so lange entfernt, bis das rohe Holz unter dem heiligen Blattgold hervorlugte.

Ich glaube, wir versuchen, nach den Sternen zu greifen

Der neue Leiter des Dortmunder Schauspiels Kay Vogels über sein neues Ensemble und die finanziell schwierige Zukunft - Premiere 10/10

Alles beginnt mit einem Menschlein, auf dem alle herumtrampeln. Schauspieldirektor Kay Voges inszeniert Büchners „Woyzeck“. Beim Generationenwechsel rumorte es erst einmal in der Stadt, da der Düsseldorfer gleich das gesamte Ensemble austauschte.

(Die) Entdeckung der Saison

"Betty und ihre Schwestern" als deutsche Erstaufführung

Normalerweise weist diese Kolumne auf lohnenswerte Musicals in NRW hin, wagt aber auch schon mal einen Blick über die Landesgrenzen, wenn sich die Reise lohnt. Da nun die neue Saison ansteht, die Stücke noch nicht gesichtet werden konnten, bliebe also nur ein programmatischer Überblick auf die kommenden Premieren.

Saugnapf gegen Elfenschweif

Welches Verhältnis habne Tänzer zu ihren Füßen?

Haben Tänzer hässliche Füße? Das Gerücht hält sich jedenfalls hartnäckig, und wer einmal die Füße eines Stars wie Kang Sue Jin vom Stuttgarter Staatstheater aus der Nähe gesehen hat, der fühlt sich in seinem Vorurteil bestätigt. Mit ihren verbogenen Zehen, den eingedrückten Nägeln und der mächtigen Hornhaut fühlen sich Journalisten eher an Baumwurzeln denn an Elfenschweife erinnert. Aber gewöhnlich sehen wir die Füße der Tänzer ja nur auf dem Parkett – wenn die Betreffenden denn überhaupt barfuß agieren –, und da ihre natürliche Aufgabe in der Bewegung besteht, können wir nie wirklich prüfen, ob sie nun schön oder hässlich sind, und wollen uns möglicherweise auch keiner Illusion berauben lassen.

Fruchtgummi im Pferdekopf

Jan Bosse scheitert bei der Ruhrtriennale an Günter Grass' "Die Blechtrommel"

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Als die RuhrTriennale zusammen mit dem Berliner Maxim Gorki Theater die „Uraufführung“ von Günter Grass‘ „Die Blechtrommel“ ankündigte, kam aus Polen schnell Widerspruch. Bereits 2007 war dort der Jahrhundertroman in Anwesenheit des Autors auf die Bühne gekommen. Wer jetzt die Aufführung in der Bochumer Jahrhunderthalle sah, muss sich über den entgangenen Werbeeffekt nicht grämen.

Das additive Kompositionsprinzip

Thomaspeter Goergen inszeniert das "Liebeskonzil", ein antiklerikaler Schnitt aus zwei humorvollen Stücken

Das Leben ist eine Kirche, der Glaube ein Putzlappen. Mit diesem Reini - gungs mittel hat der Klerus manch heimlichen Spermaflecken so lange entfernt, bis das rohe Holz unter dem heiligen Blattgold hervorlugte. Folgerichtig steht auf der Bühne im Mülheimer Theater an der Ruhr hinter dem pseudoromanischen Halbrundbogen ein roher Hackblock aus Holz als Zimmeraltar.

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