Regisseur Bert Zander sucht mitseiner neuen Inszenierung „Innen. Nacht. Geschichten aus der Höhle“ nach Formen, um Theater auch in kontaktlosen Zeiten ohne physisch anwesendes Publikum sinnlich erfahrbar zu machen.
Die deutsch-taiwanesische Künstlerin Fang Yun Lo setzt im zweiten Teil ihrer Serie rund um Identität Gespräche mit über 100 Menschen vietnamesischer Abstammung zu einem multimedialen Mosaik zusammen. Zu sehen als Uraufführung in einem choreographierten, digitalen Rundgang auf PACT.
Choreographie trifft Kartographie in einer Lecture Performance, die aus einer Recherche im Amazonasgebiet hervorgeht: Bianca Mendonça befragt das Verhältnis der Landschaft zu ihrem Körper.
Eine Sophokles-Überschreibung, die zurecht überall gespielt wird. Thomas Köcks „Antigone. Ein Requiem“ inszeniert Simone Thoma als visuell mächtige Talkshow, die auch dem Internet-Streaming standhält.
Erzähler André Wülfing entführte zusammen mit der Band „Velvet“ in irische Welten. Bei allem Talent zum charmanten Vortrag erinnerte der stimmige Abend, gerade in Streaming-Zeiten: Zu Geschichten gehört ein Gegenüber.
Thomas Köck inszeniert keinen Mythos um Königskinder, die in der heroischen Schlacht fallen. Der antike Klassiker wirft hier stattdessen ein Licht auf unseren Umgang mit Flüchtlingen. Am 19.2. im Stream.
Ein Sprachduell mit wenig Bewegung, aber viel Mimik. Das Prinz Regent Theater-Meeting von Hans Dreher auf dem Bildschirm unserer Wahl.
Bunte und androgyne Charaktere führen durch das Booklet und Hörspiel „Hurly*Burly“ (ab 10 J.), das zum Mitzeichnen, -hören, -tanzen und -musizieren einlädt.
Ist Deutschland wieder surreal geworden? Philipp Preuss verzahnt in seiner Inszenierung im Theater an Ruhr in Mülheim Lars von Triers Filme „Europa“ und „Epidemic“ und Charlotte Beradts Textsammlung „Das Dritte Reich des Traums“.
Keine Rettung im Aktenberg. Vor dem Lockdown startete die neue Schlosstheater-Inszenierung in einem gigantischen Papierhaufen.
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