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Es gibt 403 Beiträge von Raspa

Nirgendwo in Afrika

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Gutes deutsches Kino

29.12.2001

Meine Meinung deckt sich weitgehend mit der ersten veröffentlichen Kritik. Auch ich finde den Film durchaus empfehlenswert. Caroline Link hat den Mut, einen über 2 Stunden langen Film mit relativ wenig äußerlicher Handlung zu erzählen, der aber dennoch nicht langweilt. Ein Mitverdienst daran haben der wunderbare Kameramann Gernot Roll und die ausgezeichneten Darsteller, v.a. die beiden Mädchen, die die Tochter als kleines Kind und als Teenager verkörpern. Manche Dialoge sind etwas papieren, Sätze wie "So etwas kann doch im Land von Schiller und Goethe nicht passieren" hat man wirklich schon zu oft gehört.
Gut finde ich, dass Link auf ein exotisches Afrikabild wie in "Jenseits von Afrika" verzichtet, d.h. es gibt keine "schönen" Tierbilder oder Sonnenuntergänge.
Gelungene deutsche Filme sind immer noch zu selten, deshalb: anschauen!

The Man Who Wasn't There

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Very cool

15.11.2001

Stilgefühl haben sie, die Gebrüder Coen, das muss man ihnen lassen. Thornton in der Hauptrolle ist wie ein melancholischer Bruder von Bogey, und McDormand a hard-boiled lady, wie man sie aus 40er Jahre-Streifen kennt. Allerdings, so konsequent dieser Stil auch durchgehalten wird, so wenig rühren einen diese dauerrauchenden und whiskeytrinkenden Charaktere wirklich an. In seiner Art ist der Film perfekt, aber selbst Eds bevorstehender Tod auf dem elektrischen Stuhl lässt den Zuschauer eigenartig unbeteiligt.
Ich respektiere den konsequenten Stilwillen der Coens, würde mir jedoch als nächstes wieder etwas Fetzigeres wünschen á la "Fargo".

A.I. Künstliche Intelligenz

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Spielberg, der Romantiker

20.09.2001

Es hätte ein großartiger Film werden können, wenn, ja wenn Spielberg nicht seiner fatalen Neigung zu falsch verstandener Romantik nachgegeben hätte. So wird ein Streifen, der zunächst eine hoch interessante Konstellation aufbaut und mit dem "Teddy" eine wirklich köstliche Figur einführt, am Ende zu einer pseudo-philosophischen Suche nach der Blauen Blume respektive Fee. Ach, wenn man doch nur wüsste, was Kubrick aus dem Stoff gemacht hätte! Sowohl im wörtlichen wie im übertragenen Sinne hätte er sicher weniger mit dem Weichzeichner gearbeitet als sein Kollege.
Fazit: auf jeden Fall ansehen und ein eigenes Urteil bilden, denn es ist ein sehr uneinheitlicher Film,mit großen Stärken und Schwächen, und man sollte selbst herausfinden, ob man ihn zu den "minor" oder den "major works" von Spielberg rechnen möchte.

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