Berühmt ist das Lehmbruck Museum in Duisburg für seinen Bestand an Werken von Wilhelm Lehmbruck (1881-1919), dem bedeutenden Bildhauer des deutschen Expressionismus. Um seinen Namensgeber herum hat sich die Sammlungstätigkeit des Museums zu Zeiten entwickelt, in denen Kommunen noch Geld hatten: hin zu einem Zentrum für die Skulptur des 20. Jahrhunderts in Europa und auch als Ort für die Malerei des Expressionismus in Deutschland. Was in den vergangenen Jahrzehnten u.a. mit Unterstützung des Freundeskreises und auch des Landes NRW zusammengekommen ist, deuten derzeit die Präsentationen aus den eigenen Beständen an.
In der Schaufenstergalerie ragen Werke von Alberto Giacometti, Max Ernst (gemeinsam mit seinem Gemälde „Die Versuchung des Heiligen Antonius“), Hans Arp und Dalí heraus, die maßgebliche Neuerungen in der Skulptur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts reflektieren, etwa die Fragmentierung des Körpers, die (stereometrische) Verknappung der Form und die surreale, teils als Collage vollzogene Erfindung. Dies ergänzt sich in der vorderen Galerie besonders mit der erstaunlichen „Négresse blonde“ von Constantin Brancusi (auch wenn deren Präsentation gewöhnungsbedürftig ist) und den Porträtbüsten von Rodin, Laurens, Belling und eben auch von Lehmbruck. Im Stockwerk darunter wird in einer Art Kabinettausstellung noch bis etwa Mitte August der Expressionismus in der Malerei vorgestellt. Vertreten sind die wichtigen Namen der deutschen Kunst. Die Präsentation folgt den Genres und Sujets, die im Expressionismus verbreitet waren: den Frauen am Strand, den Landschaften zwischen Weite und Dichte und den Stillleben. Nun gibt es auch ein Wiedersehen mit Otto Muellers spitzkantigen Zigeunerinnen am See. Die Auswahl verdeutlicht die Rolle der Farbe in Verbindung mit der Abstraktion im Expressionismus, dazu ist ein Frauenkopf von Jawlensky zu sehen, der – formal – wiederum den Bogen zu Brancusis Büste spannt. Immerhin, die Skulpturen und natürlich die Lehmbruck-Präsentation werden auch über den August hinaus zu sehen sein.
„Expressionismus – Highlights der Sammlung“ | bis Mitte August | Lehmbruck Museum Duisburg | 0203 283 32 94
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