Zwischen Pointen, Predigten und Moralpranger: Der Mann mit dem Pferdeschwanz spielt gerne mit seinem Publikum. Aber er kann es sich leisten: Rether polarisiert, mischt die deutsch Kabarett-Szene wohltuend auf. Eine ausverkaufte Stadthalle gab ihm Recht.
Ein strahlendes Neonbaby auf atomarer Wolke sieben, drei Engel umschwirren es. Helfen werden sie nicht mehr können. Der untere Teil des Plakats zeigt eine zentrale Figur, die zwei Handpuppen gegeneinander boxen lässt.
Es trifft sich gut, dass die Ausstellung von Christopher Williams zeitgleich mit der von Lothar Baumgarten stattfindet. Beide arbeiten mit konzeptuellen Strategien, die konventionelle Vorstellungen von Kunst unterlaufen – so unterschiedlich ihre Ideen und Umsetzungen auch sind.
„Wunderbar“ ist nicht nur der bekannteste Song aus „Kiss me Kate“, sondern auch Ralf Buddes Inszenierung jenes Broadway-Hits, der in den 50er Jahren das Musical hierzulande salonfähig machte.
Uneindeutigkeit hat es schwer auf deutschen Dancefloors. Wo in anderen Ländern HipHop, House, Dub und Breakbeats in einem Maximum an Glücksgefühlen clashen, regiert hier der gerade, minimale Beat.
Über allen schwebt die ewige Callas. Noch heute gilt sie manchem Opernfreund in der Rolle der Norma als unerreicht. Dabei ist die Reihe großer Sopranistinnen in ihrer Nachfolge durchaus ebenso beeindruckend:
Zerbrechlich ist das Leben, der Mensch ein Spielball des Schicksals, heißt es zu Beginn von Monteverdis 1640 in Venedig uraufgeführter Oper, einem in grellen Farben gezeichneten Lehrstück ganz im Sinne des barocken Welttheaters.
Wer sich der Tanzkunst verschreibt, weiß, dass in diesem Gewerbe niemand auf Rosen gebettet ist. Die öffentliche Hand mag den Bereich der Freien Szene nicht als Alleinunterhalter finanzieren.
Ein kleines Kind mit kahlem Kopf rast auf dem Fahrrad den Krankenhausflur entlang, während seine Mutter mit dem Infusionsständer mühsam Schritt zu halten versucht. Es ist ein symbolisches Bild, das der Regisseurin Barbara Wachendorff immer wieder begegnet ist.
Es zirpt, es brummt, es zwitschert, wenn die experimentelle SoundArt-Szene ihre Maschinen zusammenstöpselt. Zum zweiten Mal treffen sich ausgewählte Akteure im Forum Freies Theater in Düsseldorf, um in einer einwöchigen Werkstatt ihre Ideen umzusetzen.
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