Wenn mitten im Nirgendwo der Motor plötzlich streikt, hilft auch der faulste Zauber nichts mehr. Das muss selbst der alte Merlin erkennen, den Regisseur Roland Schwab auf der Bühne des Gelsenkirchener Musiktheaters zwar nicht in die Wüste, wohl aber in die Ödnis der Highlands schickt.
Die Bestürzung hätte nicht größer sein können. Gerade noch sind die Tanzhauspläne in Köln zerplatzt, da rappelt sich die Freie Szene unverdrossen auf und schließt sich in einem Kraftakt zum Netzwerk tanzköln zusammen.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dieses Elend durchzieht die heutige Gesellschaft wie ein Myzel. Der niederländische Künstler Aernout Mik macht es zu einem Seherlebnis in seiner Ausstellung im Essener Folkwang-Museum, in einem Raum voller Video-Skulpturen, die die Besucher fast lautlos in Atem halten.
Eine neue Schnelligkeit führt der bildende Künstler VA Wölfl, der die Company Neuer Tanz leitet, in seiner neuen Chor(e)ografie „Short cuts/Short cats“ ein. Nach einer akustisch heftigen Einstiegsphase tanzt die Company vierzig Minuten tonlos im Dämmerlicht in Slow-Motion. Eine Herausforderung für die Wahrnehmung.
Drama, Baby, Drama! Der Kölner neigt naturgemäß zum dramatischen Auftritt. Unterhalb der Spektakelschwelle macht man es daher beim 1.FC Köln einfach nicht.
Für zwei Konzerte (16.11. Bochum, 18.11. Köln) machen die Berliner Halt in NRW und präsentieren u.a. ihr neues Album „Mein kleiner Krieg.“
Köln verzichtet auf notwendige Tanzförderung – und entzieht dem Tanz in Köln damit wichtige Grundlagen für die Zukunft. Der Verein tanZköln zeigt sich empört über die fatale Entscheidung des Tanzbeirats und appelliert an die Politik.
Wenn der Pizza-Man dreimal liefert: Hart ist nicht, wenn man wie der FC verliert – hart ist, wie man darüber spricht. Von dem, was Spieler selbst so von sich geben, mal ganz zu schweigen.
Vier Choreographen inszenierten gemeinsam das politische Tanz-Theater „Revolver/Identities“. Das Ergebnis ist sehenswert: Das Stück überzeugt nicht nur choreographisch, sondern stimmt auch nachdenklich.
Wilfried Schmickler ist mit seinem Soloprogramm „Weiter“ auf Tour. Der Rausschmeißer der „WDR-Mitternachtsspitzen“ demonstriert dabei nachdrücklich, warum er weiter macht und andere besser „Aufhören!“ sollten.
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