Die Wogen glätten sich nur langsam, so verstimmt war die Bürgerschaft über das Großprojekt von Stadt und Kölner Oper, den „Grünen Ring“ des Regisseurs Robert Carsen in Shanghai im Rahmen der Weltausstellung zu präsentieren. In Zeiten knapper Kassen lassen sich solche Großtaten mit unkalkulierbarer Vorteilsnahme in der Zukunft nur durch rosarote Brillen betrachten, sonst wagt sich niemand in die Terra incognita:
Uwe Ochsenknecht, Maite Kelly und Tetje Mierendorf haben mit „Hairspray“ den Kölner Musical-Dome verlassen. Ochsenknecht wendet sich wieder Film- und Fernsehaufgaben zu, Kelly ist in den Schoß der Familie zurückgekehrt, und Mierendorf steht ab 2. Dezember in der Musical-Fassung des Whoopi Goldberg-Films „Sister Act“ im Hamburger Operettenhaus auf der Bühne.
328 Gastspiele haben die freien Tanzcompagnien 2009 auf die Tanzbühnen des Landes gebracht. Eine Vielzahl von Stilvarianten, neue theatrale und choreografische Ansätze begeisterten das Publikum. Viele junge Talente bereichern inzwischen wieder die Szene.
Die Musikindustrie ist ein merkwürdiges Geschäft. Denn während in jedem anderen Business der Geschäftsidee schnell die Strategien zum Geldverdienen folgen, arbeiten im Musikgeschäft Musiker und Labelmacher oft jahrelang für einen Hungerlohn. Trotzdem wird die interessante Musik in der Regel ohne großen Kapitaleinsatz gemacht.
Wer die höchstdotierten deutschen Jazzpreise abräumt, den sollte der Jazzfreund kennen dürfen –...
Ein Netzwerk aus Freundschaften – die Skizze auf einer Einladungskarte zum 80. Geburtstag von Daniel Spoerri zeigt, wie sehr die Schweizer Kunst in den 1960er und 1970er Jahren verflochten war. Aber nicht als lokale Sache, sondern als gegenseitige Inspiration von Freigeistern der Weltkunst.
Normalerweise weist diese Kolumne auf lohnenswerte Musicals in NRW hin, wagt aber auch schon mal einen Blick über die Landesgrenzen, wenn sich die Reise lohnt. Da nun die neue Saison ansteht, die Stücke noch nicht gesichtet werden konnten, bliebe also nur ein programmatischer Überblick auf die kommenden Premieren.
Haben Tänzer hässliche Füße? Das Gerücht hält sich jedenfalls hartnäckig, und wer einmal die Füße eines Stars wie Kang Sue Jin vom Stuttgarter Staatstheater aus der Nähe gesehen hat, der fühlt sich in seinem Vorurteil bestätigt. Mit ihren verbogenen Zehen, den eingedrückten Nägeln und der mächtigen Hornhaut fühlen sich Journalisten eher an Baumwurzeln denn an Elfenschweife erinnert.
Auf die Frage, ob es denn noch immer etwas Neues zu berichten gebe in der Alten Musik, schnappten die befragten Musiker dieser besonders in Köln häufig anzutreffenden Spezies erst einmal nach Luft: Ein Leben kann nicht reichen, die Schätze zu bergen, von deren Existenz selbst noch niemand wissen kann, die aber in Archiven schlummern, und außerdem werden die Erkenntnisse mit der Alten Musik auf immer neuere Gebiete und Werke angewandt.
Christo, wie seine Ehefrau Jeanne-Claude am 13. Juni 1935 geboren, wurde schon früh und für Künstler ungewöhnlich stark bekannt – dies liegt an den spektakulären, riesigen Projekten des amerikanischen Künstlerpaares. Christo und Jeanne-Claude zelebrieren einen von Mal zu Mal angemessenen und ästhetischen Umgang mit Landschaft oder Architektur. Zu ihren Arbeiten gehören neben der Verhüllung des Reichstages 1995 die „Surrounded Islands“ vor Florida 1983, bei der schwellende rosa Flächen das Grün der Inseln umgeben, oder die „Gates“, die 2005 einen Parcours im New Yorker Central Park bildeten.
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