Die Begleiterin war schwer zu motivieren. „Nach Dortmund, warum sollen wir nach Dortmund?“ Sie kannte so lebensfrohe und malerische Städte wie Chemnitz, Bielefeld und Neuss. Dortmund war ihr unbekannt und deshalb unangenehm. Ich setzte mich durch. Die B54 mit ihren Fünfziger-Jahre-Profanbauten wirkte im sommerlichen Nieselregen wirklich nicht anheimelnd. Am Ziel angekommen, hellten sich der Himmel und auch die Stimmung der Begleiterin auf. Das Spiegelzelt am Dortmunder U schickte sie unmittelbar in die Belle Epoche der kleinen Künste. Varieté, Kabarett, Zirkus, all das schien an jenem Abend möglich. Und dann kam mit elektronischer Grubenlampe ausgerüstet FRITZ ECKENGA auf die Bühne, erklärte die Probleme dieser Welt anhand der zuweilen bewaffneten Konflikte, die er mit seinem monströsen Nachbarn austrägt. Die Begleiterin lachte Tränen und verstand. Heimat muss nicht schön sein. Heimat ist noch nicht einmal ein bestimmter Ort. Heimat ist manchmal nur eine bestimmte Sprache, ein bestimmtes Gefühl.
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