„Stillstand gibt es nicht“, behauptet Jean Tinguely, und diese Sentenz, abgedruckt im Folder zur Ausstellung, klingt wie ein Motto des Museums selbst. In Krisenzeiten, in denen die Identität des LehmbruckMuseums – die Spezialisierung auf das Metier der Skulptur – etwas vernachlässigt wurde, setzt die neue Leiterin Söke Dinkla ein Zeichen und widmet sich erst einmal der Sammlung und dem, was Skulptur kennzeichnet.
Arbeit. Arbeit. Arbeit. Nichts prägt das Ruhrgebiet so sehr wie der Mythos einer sich immer im Arbeitsprozess befindlichen Region. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft vermischen sich mitunter, selbst der Tourismus hat sich dieser Mär angepasst, nach dem endlich erreichten „blauen Himmel über der Ruhr“ wird nun eine Vergangenheit zelebriert, deren nichtvirtuelle Realität eher gruselig und giftig war und Menschen verbraucht hat wie Verschleißteile eines zu lange gelaufenen Motors.
Eberhard Havekost überlässt nichts dem Zufall. Nicht den Katalog, nicht die Präsentation der Bilder, schon gar nicht diese selbst. Sie sind hochkonzentrierte, auf den Punkt gebrachte Schilderungen von … ja von was?
Das war schon ein buntes Leben mit Pop in den 60ern und 70ern. Schön, dass die Kunsthalle Düsseldorf unter diesem Titel dem damaligen kulturellen Lebensgefühl eine ganze Ausstellung widmet und auch eine Reproduktion des sogenannten „Kapitalistischen Realismus“ versucht. Wie immer muss da zuerst die Frage nach dem links oder rechts beantwortet werden.
Ganze Dörfer müssen in Kolumbien dem Bergbau weichen. Menschen werden bedroht und ermordet. Der Tagebau verursacht enorme Umweltschäden. Deutsche Versorger, die kolumbianische Kohle importieren, kümmert das scheinbar wenig. Galt Kohle früher noch als „schwarzes Gold“, steht die fossile Energie heute im Mittelpunkt aktueller Energie- und Umweltdebatten.
Die Kunst von Douglas Gordon ist nichts für den schnellen Blick. Berühmt wurde der schottische...
Robert Adams bleibt sich auf eine angenehm altmodische Weise treu. Seit Jahrzehnten fotografiert er den amerikanischen Westen mit ausgewählten Orten in Colorado, Kalifornien und Oregon: schwarz-weiß, kleinformatig abgezogen, meist in Serien.
Prüde war die Bohème der 1950er in Paris und New York sicher nicht, wenn auch Kenneth van Sickles (geb. 1932) Fotografien über Feste, Orgien und schläfriges Beisammensein im puritanischen Resteuropa eher Proteststürme der Sittenwächter ausgelöst hätten.
Einen besseren Zeitpunkt gibt es nicht. Vor zwei Jahren wurde Michael Sailstorfer mit dem Kunstpreis „junger westen“ ausgezeichnet. Er ist aktuell an der „Emscherkunst“ in der Region beteiligt, und er hat unlängst die künstlerische Gestaltung eines Radweges auf einer ehemaligen Bahntrasse in Recklinghausen gewonnen.
Eine komische, fast altmodisch wirkende Kunst: Das Museum Folkwang in Essen zeigt Zeichnungen, die „klassisch“ anmuten, hergestellt mit Bleistiften in unterschiedlichen Härtegraden auf DIN A4-Papier. In ihrer Feinheit, im Akribischen, bei dem die Striche oft nur wenige Millimeter lang sind und aneinander anschließen, kommt etwas Altmeisterliches zum Ausdruck, auch in der Anspielung auf realistisch-konkrete Strukturen.
biograph |
choices |
engels und
trailer
- die online Kinoprogramme für
Bochum,
Bonn,
Castrop-Rauxel,
Dortmund,
Düsseldorf,
Duisburg,
Essen,
Frechen,
Gelsenkirchen,
Hagen,
Herne,
Hürth,
Köln,
Leverkusen,
Lünen,
Mülheim,
Neuss,
Oberhausen,
Recklinghausen,
Solingen und
Wuppertal