1931 eröffnete Familie Pesch mit der Lichtburg ein Oberhausener Innenstadtkino, das auch heute noch als Familienbetrieb geführt wird. Seit mehr als 25 Jahren ist Petra Rockenfeller mit dem Haus verknüpft, in dem sie sich bereits jobbend ihr Studium finanzierte. Als Theaterleiterin war sie maßgeblich am großen Umbau 2002 beteiligt, der aus einem Kinocenter mit 70er-Jahre-Flair ein modernes Festivalkino machte. Denn hier finden alljährlich die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen statt, in diesem Jahr vom 5. bis 10. Mai.
trailer: Frau Rockenfeller, die Lichtburg ist schon seit Jahren eng verknüpft mit den Internationalen Kurzfilmtagen…
Petra Rockenfeller: Das ist als Bild nach außen auf jeden Fall richtig. Damit kann man uns leicht einordnen, aber das sind „nur“ sechs Tage im Jahr.
In diesem Jahr wird die Lichtburg 80 Jahre alt, richtig?
Genau, wir haben in diesem Jahr unser großes Jubiläum. Wir werden das aber mit einer Ausstellung und einigen anderen Programmpunkten erst etwas größer feiern, nachdem die Kurzfilmtage im Mai abgeschlossen sind, denn die beanspruchen erstmal einen Großteil unserer Zeit. Unsere MitarbeiterInnen machen im Vorfeld ein Kommunikationstraining mit dem Schwerpunkt internationale Kommunikation, um ein bisschen die Angst vor diesem Großereignis zu verlieren, bei dem man innerhalb von sechs Tagen von tausenden Menschen in den unterschiedlichsten Sprachen angesprochen wird. Dominierend ist natürlich Englisch, aber in sehr interessanten Varianten. Und es wird ein Kaffeetraining geben, denn es wird unglaublich viel Kaffee getrunken, was für mich aber sehr gut nachvollziehbar ist, weil wir hier den besten Kaffee von Oberhausen haben (lacht).
Einen Schwerpunkt bei der Programmierung scheinen Sie hier im Haus auf Kinder- und Jugendfilme zu setzen …
Ja, das ist ganz klar einer unserer Schwerpunkte. 45-47 % unseres Kartenumsatzes werden mit Family-Entertainment bestritten, aber darunter fällt natürlich auch sehr viel, vom Filmklassiker für die Kinder bis hin zum neuen Blockbusterfilm, gerne auch in 3D. Und das verbinden wir immer auch mit einem medienpädagogischen Konzept. Wir arbeiten seit fünf Jahren eng mit der medienpädagogischen Agentur SehSternchen zusammen, die auch hier im Haus ihr Büro hat. Dadurch kann man Ideen zusammen viel schneller entwickeln.
Über das ganze Jahr verteilt gibt es in der Lichtburg interessante Reihen und Festivals …
Wir beginnen das Jahr immer mit den Kurzfilmtagen, dann kommen die Brit Films, eine Schulreihe mit Filmen aus Großbritannien, danach die Kinderfilmtage des Ruhrgebiets, und gegen Ende des Jahres dann die Jugendfilmtage „Aufgedreht“, dazwischen gibt es aber auch einen Kindergartentag. Unser filmpädagogisches Programm reicht wirklich vom Kindergarten bis in die Oberstufe bzw. die Berufsschulen hinein. Mit dieser speziellen Ausrichtung kommt man sich dann mit den Kinos in den Nachbarstädten gar nicht ins Gehege, obwohl die hier im Ruhrgebiet ja so dicht beieinander liegen.
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