George Bizets leidenschaftliche Oper „Carmen“ um die gleichnamige Verführerin, uraufgeführt 1885, feierte dieses Jahr im Opernhaus Dortmund eine Auferstehung und kehrt zur neuen Spielzeit zurück.
Der britische Komponist Benjamin Britten machte 1947 mit „Albert Herring“ einen Abstecher in die komische Oper. Die literarische Vorlage lieferte eine Novelle von Maupassant, die der Librettist an die Küste von Suffolk verlegte.
An der Essener Aalto-Oper lässt der holländische Regisseur Jim Lucassen in Händels „Ariodante“ von der Ritterromantik nicht viel übrig. Weitgehend leere Räume zeigen Menschen in einer einschüchternden Architektur.
Der Feldherr Otello ist aufgrund seiner Hautfarbe Ressentiments ausgesetzt. Verdis vorletzte Oper (1887) zeigt den Einfluss Wagners.
Auf Theaterbühnen gibt es nicht viel Platz zum Rennen. Die Oper mit Kristine Funkhauser nutzt die Vertikale und schafft mit dem „Herrn Zeit" eine zusätzliche Figur.
Eine musikalische Darstellung des Grauens die Musikgeschichte geschrieben hat. Fesselnd und eindringlich.
Vincenzo Bellinis heute fast vergessenem Zweiakter „La straniera“ wird an der Aalto-Oper neues Leben eingehaucht.
Die fatalen Folgen eines Haarschnitts: Samson und Dalila.
Wagners Tannhäuser trifft auf Jesus von Nazareth. Eine ulkige, aber durchaus gelungene Neuinterpretation der bekannten Oper. Sehenswert!
„Was in unseren Zeiten nicht erlaubt ist, gesagt zu werden, wird gesungen“, sagte Da Ponte. Mozarts „Le Nozze die Figaro“ steckt voller politischer Brisanz.
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