Saugen ist umsonst. Das gilt nicht nur für Neugeborene, auch in der Waschstraße ist das so. Langsam hebt sich dort gerade der Bügel millimetergenau über die Motorhaube und bläst mit Macht die letzten Tropfen vom Gefährt. Bremsen testen, raus aus dem Tunnel.
Zu den Absurditäten der Massenmobilität gehört auch nach über hundert Jahren Fahrzeugbau, dass locker eine Tonne Automobil oder mehr bewegt werden will, um einen 75-Kilo-Menschen von A nach B zu bringen. Strom-Autos machen da (noch) keine Ausnahme - im Gegenteil: Wegen ihrer Speicherbatterien fallen sie eher gewichtiger aus. Dabei fängt Elektromobilität ganz leicht an …
Eigentlich wollte ich die WM im Fernsehen sehen. Fußball hat es ja inzwischen zum weltweiten Völkerverständigungs-Kulturereignis geschafft. Aber eine halbe Stunde vor dem Anpfiff läuft nur das austauschbare Expertengeblähe im Studio.
trailer: Frau Vossebein, RUHR.2010 propagiert den Weg weg von der Zeche, hin zur Kultur. Können Sie darüber schmunzeln?
Kornelia Vossebein: Die Zeche Carl verstehe ich als den Prototyp des Strukturwandels. Die Gebäude wurden bereits in den Siebziger Jahren für die Kultur genutzt.
Umweltfreundlicher durchs Revier zu rollen, ist keineswegs nur Sache privater (Auto)Mobilisten: Nach erfolgreichem Testlauf in Bochum und Gelsenkirchen rüstet der Verkehrsverbund VRR jetzt den ÖPNV mit Hybridbussen hoch. Bis Mitte des Jahres werden an Rhein und Ruhr 21 Großraumfahrzeuge mit dem Kombi-Antrieb aus Strom und Diesel ausgeliefert. Ende 2011 sollen es schon doppelt so viele sein.
trailer: Herr Stein, bitte komplettieren Sie den Satz: Denk ich an RUHR.2010 in der Nacht … Rolf...
trailer: Herr Hanke-Lindemann, RUHR.2010 – was soll das Theater?Horst Hanke-Lindemann: Mir fällt...
Zugegeben, es war damals ein schöner Ausblick über den Prater in Wien, während meine schweißnassen Hände sich an der Haltestange festklammerten. Verwitterte Holzbalken wanderten vorbei, ab und an ruckelte es merkwürdig in der Kabine. Riesenräder machen mir Angst.
Natürlich ist er verrückt. Wer bitte schön gibt, wenn er nicht von allen guten Geistern verlassen ist, als Berufsbezeichnung „Exorzist“ an? Damit ist der Mann, Anfang Fünfzig, der mir in seiner Praxis gegenübersitzt, von unserem kulturell festgelegten Nullpunkt der scheinbaren Normalität abgerückt. Oder eben: verrückt. Doch wer jetzt meint, seine Geschichte anzuhören sei Zeitverschwendung, der ist nicht normal, sondern ignorant.
Bei uns in der Familie gab es einmal eine Bibel. Alt, selten, teuer. Ein Kulturgut. Kurz nach dem Krieg wurde sie verwandelt. In viel Wichtigeres: zehn Schulhefte. Ein reicher Bochumer Geschäftsmann, der Name tut hier nichts mehr zur Sache, machte den Deal.
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