trailer: Herr Muschick, warum gibt RWE der Kulturhauptstadt Geld?
Stephan Muschick: Wir fühlen uns als Teil der Region. Das Ruhrgebiet ist mit RWE gewachsen und RWE durch das Ruhrgebiet. Deshalb sehen wir uns in der Verpflichtung, diese große Chance RUHR.2010 zu unterstützen.
„Bei der Eröffnung meines Testaments sprach ein Anwalt mit meiner Tochter. Mit sorgenvoller Miene teilte er ihr mit, dass sie mein Geld nur dann erben könne, wenn es ihr gelänge, meine Hattrick-Mannschaft in der dritten Liga zu halten. Dann bin ich schweiß gebadet aufgewacht.“ Peter, 46, lacht noch über seinen Traum, während die anderen in der Otto-Böhne-Arena, kurz: OBA, bereits mit dem Spieltag beschäftigt sind. Wie immer samstags, wenn um 18 Uhr republikweit Anpfiff ist.
trailer: Frau Merkt, macht RUHR.2010 auch Angebote für Menschen mit Behinderung?
Irmgard Merkt: Soziale Teilhabe ist ein Qualitätsmerkmal von RUHR.2010. Dies bezieht sich zum einen auf die organisatorischen Bemühungen, einen barrierefreien Zugang zu...
trailer: Herr Dobusch, passt die Europäische Kulturhauptstadt in eine knapp 200.000 Einwohner zählende Stadt?
Franz Dobusch: Es gab in der Vergangenheit sehr große, aber auch eher kleine Städte. Genua und Stavanger sind ähnlich groß wie Linz, Istanbul natürlich viel größer. Linz ist die drittgrößte Stadt Österreichs.
„Ich will, dass du meine Beerdigung organisierst, ich vertraue dir.“ Ein ansatzloser Haken in die Eingeweide raubt mir kurz die Luft. Eben noch war ich froh, überhaupt Peters Stimme am Telefon wiederzuhören. „Ja, klar“, stammele ich, „wie hättest du es denn gerne?“ Er lacht kurz. „Du machst das schon. Keine Lust auf einen geschmacklosen Abgang.“
trailer: Herr Heidbrink, ist Kultur in Zeiten der Krise Luxus?
Ludger Heidbrink: Kultur ist und war nie Luxus, sondern sie ist eine existenzielle Notwendigkeit. Der Mensch ist auf Kultur angewiesen. Deshalb sollte man besonders in der Krise nicht darauf verzichten.
trailer: Herr Sichelt, schauen wir mal nach oben. Kreist der Pleitegeier über der Kulturhauptstadt?
Thomas Sichelt: Er kreist nicht mehr als sonst über der Kulturhauptstadt. Die aktuelle Krise werden wir auch überstehen.
Es ist dieser flüchtige Moment, der alles verändert. Die Mimik verhärtet sich, die Körperspannung nimmt zu. Dann geht alles sehr schnell. Aufgesetzte Helme machen in Windeseile aus Beamten anonyme Robocops, die angriffslustig ihre Schilde heben. So entspannt wie eben kommen wir nicht mehr zusammen. Überraschender als der Polizeikessel ist jedoch die Reaktion der Veranstalter der Autonomen Maidemo, die sich gerade erst am AZ in Bewegung gesetzt hat.
Früher war alles besser. Ach nee, werden Sie jetzt sagen. Das kennen wir doch. Sagt doch jeder, der ein gewisses Alter überschritten hat. Früher war gar nicht alles besser. Fortschritt muss eben sein. Natürlich gab es keine Abwrackprämie und keine geklonten Kamele.
trailer: Herr Rupp, was geschieht im Jahr 2010 in Sachen Literatur?
Gerhard Rupp: Schon Ende Oktober 2009 wird ein Kongress stattfinden, den ich vorbereite. Das „Literaturwunder Ruhr“ sichtet die gegenwärtige, nach meinem Verständnis blühende Literaturlandschaft im Ruhrgebiet, die neue Formen entdeckt.
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