In der Landwirtschaft nennt man sie Subventionen. In der Kultur spricht man von Fördermitteln. Beide meinen das Gleiche: Öffentliche Gelder aus dem Steuersäckel.
Mit zwei Gläsern Milch markiert Raimund Hoghe die Fläche, auf der sich das Geschehen der Choreographie „L'après-midi“ abspielt. Mit dem gesammelten Ernst eines Zen-Meisters verengt oder erweitert er die Positionen auf der Bühne.
Es ist erstaunlich, wie beständig Ballettdirektoren im Vergleich zu Theater- Intendanten sind. Zwei...
Unvergleichlich stellt sich die Tanzszene Nordrhein-Westfalens innerhalb Deutschlands dar. Es sind nicht alleine die zahlreichen Spielorte im Land, sondern vor allem die Produktionsdichte, mit der man international auftrumpfen kann.
Geredet wurde viel. An Entwürfen und Konzepten fehlte es nicht. Und doch konnte einen als Beobachter während der öffentlichen Gesprächsrunden, in denen seit vier Jahren jede Überlegung fünf- bis zehnmal gedreht und gewendet wurde, nie der Eindruck verlassen, dass es mit einem Tanzhaus in Köln nichts werden würde...
Geschockt sei er gewesen und zu Tränen gerührt, so erzählt Wim Wenders, als er erstmals in den achtziger Jahren das Tanztheater von Pina Bausch erlebt hat. Besonders das Tanzstück „Café Müller“, in dem Pina bis zu ihrem Tod 2009 immer wieder getanzt hat, habe ihn sehr erschüttert. Wie ihm ist es damals vielen gegangen.
Von „Es ist ein großes Privileg, den Menschen zuschauen zu dürfen, die sich diesem Leben (als Tänzer) geweiht haben, und die diesen Kampf gegen den Verschleiß und den Tod nicht gewinnen können, oder nur für eine sehr kurze Zeit“. Das sagt Frederick Wiseman, der große alte Mann des britischen Dokumentarfilms, der in seinem neuen Werk „La Danse“ die Tänzer, Ballettmeister und Choreographen im Palais Garnier in Paris bei der Arbeit beobachtete.
„Am Anfang habe ich gedacht, Tanzen ist blöd. Doch jetzt merke ich, dass Tanzen cool ist.“ Das sagt ein Jugendlicher aus Krefeld, und wer hätte nicht schon wie er den Kopf über jene Hupfdohlen geschüttelt, die da unverständliches Zeug auf der Bühne produzieren? Tanz ist keineswegs immer so einfach zu verstehen, wie unter der Hand behauptet wird.
Dass Düsseldorfs Tanz-Fans seit Jahren von der choreografischen Vielfalt und Produktionsfreude der Kölner Tanzszene profitieren, ist auch dem aufmerksamen Düsseldorfer Beobachter hinlänglich bekannt. Kaum ein Monat vergeht, ohne dass auf dem Spielplan des Tanzhaus NRW in Düsseldorf nicht auch Kölner Choreografinnen zu finden sind.
328 Gastspiele haben die freien Tanzcompagnien 2009 auf die Tanzbühnen des Landes gebracht. Eine Vielzahl von Stilvarianten, neue theatrale und choreografische Ansätze begeisterten das Publikum. Viele junge Talente bereichern inzwischen wieder die Szene.
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