Der Interim des Interims: Das Düsseldorfer Schauspielhaus bekommt erneut eine neue Leitung.
Das Land NRW stellt die Fördermittel für das bekannte Theaterfestival ein. Ist das eine Chance für neue Formate der Darstellenden Kunst?
Marketing-Gag oder Realität? Nach dem Ende der Generation „Spaß“ scheint dem Politischen und Ernsten wieder mehr Raum auf der Bühne gegeben zu werden. Doch was als politisches Theater gelten darf und welche Rolle der Zuschauer einnehmen soll, stellt sich als nicht so einfach heraus.
Kunst und Kultur spielen in der deutschen Politik nur eine marginale Rolle. Und so kann man vermutlich auch nur vom „Wunsch als Vater des Gedanken“ sprechen, wenn man die Kulturpolitik des aktuellen Koalitionsvertrags in den Blick nimmt.
Interdisziplinarität bekommt ein Gesicht: Anfang Dezember eröffnet in Bochum die Zukunftsakademie NRW, kurz ZAK genannt. Sie soll als Bindeglied zwischen den kulturellen Einrichtungen in der Region dienen und deren Initiativen weiter vorantreiben.
Das letzte Getriebe war im Opelwerk 2 in Bochum-Langendreer gerade vom Band gelaufen, da eröffnete das Theater ein Projekt mit dem beschwörenden Titel „This ist not Detroit“. Sicher, Bochum ist nicht gleichzusetzen mit der früheren Autometropole, dem Sinnbild für den Niedergang einer Stadt und zugleich Sitz der Opel-Mutter GM. Doch die Schließung der drei Opel-Werke bis 2016 dürfte die Kommune an der Ruhr erneut einem Strukturwandel unterwerfen.
Alle Jahre wieder verleihen der Deutsche Bühnenverein, die Kulturstiftung der Länder und die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste den „Faust“. Das ist dieses Ding, das aussieht wie eine Filmklappe, aber als Theaterpreis durchgehen soll. Es ist gerade acht Jahre her, da ist irgendjemandem aufgefallen, dass Deutschland zwar die weltweit größte Theaterlandschaft besitzt, aber aus Angst vor der Kulturhoheit der Länder keinen nationalen Preis.
Wir haben uns längst an die Katastrophenmeldungen gewöhnt. Da sinniert die Stadt Duisburg wochenlang, ob sie aus dem Kooperationsvertrag mit Düsseldorf bei der Deutschen Oper am Rhein aussteigt; da weiß das Theater Hagen über Monate nicht, ob es überhaupt einen Spielplan auf die Beine stellen kann.
Lässt sich ein Flüchtlingslager als neue Form des Kollektiven denken? Auf den ersten Blick klingt die Idee der Architekten Alessandro Petti und Sandi Hilal absurd, fast zynisch. Doch schon die Vorstellung ihres Projekts „Campus in Camps“, das sie im palästinensischen Flüchtlingslager Dheisheh bei Bethlehem entwickelten, im Rahmen der Kölner Akademie der Künste der Welt geriet ungewöhnlich.
Unbehagen hat sich breitgemacht. Das Festival Impulse eröffnet seinen zweiten Tag mit einer Performance von Yael Bartana. „Zwei Minuten Stillstand“ ist die Aktion überschrieben. Das Besondere daran: Die Aufforderung an die Kölner Bürger, am 28.6. zwei Minuten stillzustehen, lehnt sich an den israelischen Gedenktag Jom haSho’a, an dem die Israelis zum Gedenken an die Opfer des Holocaust das öffentliche Leben kurz komplett stillstellen.
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