Ein gemütlicher Dreivierteltakt suggeriert Normalität. Brigitte und ihr jüngerer Freund Moussa stehen in einer kreisrunden Wandöffnung. Vereint, vertraut, seit Jahren. Irgendwo in einem europäischen Land. Doch der Schein trügt. In streng nach vorne gesprochenen Monologenumschreiben sie ihre Beziehung, und das klingt nicht gut.
Die Impulse Theater-Biennale 2013 findet statt. Noch im Dezember 2012 drohte das finanzielle Aus. Im Februar 2013 haben dann die Stadtsparkasse KölnBonn und das Land Mittel zur Verfügung gestellt. Der Gesamtetat liegt immer noch deutlich unter dem Gesamtbudget der letzten Festivalausgabe 2011.
Partizipation ist das Schlagwort der Stunde. Ob Haushalt und Sparvorschläge, Schulsysteme, Flugplätze oder Bahnhöfe – die Bürger machen mobil oder werden an die Urnen gerufen. Und die Zahl der Bürgerbegehren steigt kontinuierlich.
„Schauspieler!“ ruft Bolat Atabajew und stolziert mit eitlem Gehabe im Probenraum herum. Der kasachische Regisseur erzählt von seinen Erfahrungen kurz nach der Wende, als er mit Darstellern aus Ost- und Westdeutschland zusammengearbeitet hat. Unschwer zu erkennen, wofür die selbstverliebte Karikatur steht. Mit solchen Anekdoten würzt der Sechzigjährige seinen Vortrag über episches und dramatisches Theater.
Köln rühmt sich, die größte Freie Szene in NRW zu haben. Doch das gilt nur quantitativ. Weder verfügt die Stadt über ein angemessenes Produktionshaus noch über ausreichend große und variable Spielstätten. Auch die überregionale Ausstrahlung der Gruppen und Häuser lässt zu wünschen übrig. Doch jetzt entwickelte die Stadt eine Idee …
Klassentreffen funktionieren nach dem Motto „Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle“. Man hat sich Jahre nicht gesehen, hat sich angeblich verändert; private Bulletins und berufliche Statusberichte sollen das beglaubigen. Dann stellt sich jedoch schnell wieder die alte Hackordnung her.
In Köln droht die Kultur zum Spielball der Politik zu werden. Nachdem sich die Fraktion der CDU geschlossen für eine Verlängerung des Vertrages von Kulturdezernent Georg Quander stark gemacht hatte, verweigerten SPD, Grüne und FDP ihre Zustimmung.
Der Wille, das Sprechtheater zu retten, ist der Stadt nicht abzusprechen. Doch was die Verwaltung in dem Ratsbeschluss als „zukünftige Struktur des Wuppertaler Schauspiels“ ausformuliert hat, klingt brandgefährlich.
Die „Impulse“ sind seit jeher das Festival der internationalen freien Szene, sie präsentieren Arbeiten einem lokalen ebenso wie einem überregionalen Publikum. Sie sind DIE Plattform und gleichzeitig wichtigster Lobbyist des freien Theaters.
Die Bonner Oper ist seit zwei Jahren schwer umkämpft. Jetzt haben Bernd Siegel, Martin Koop und Rainer Sonnabend von der örtlichen Piratenpartei ein Bürgerbegehren eingereicht, das die Subventionierung der Oper in Frage stellt. Sie reihen sich damit ein in den Dauerbeschuss, den Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) im Dezember 2010 mit der Idee einer Opernfusion Bonn/Köln eröffnet hatte.
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