Anne Zohra Berrached und Martin Wolkner im Astra Theater.
Foto: Lisa Mertens

Unscripted Reality

21. Juli 2013

„Zwei Mütter“ im Astra Theater Essen - Foyer 07/13

Essen, 22.05. – Ihr Film über ein lesbisches Pärchen, das über mehrere Wege versucht, ein eigenes Kind zu bekommen, entstand im Rahmen ihres Regiestudiums. Bislang habe sie Dokumentarfilme gedreht, doch als sie einen Zeitungsartikel über einen Mann gelesen hatte, der sein Sperma an lesbische Pärchen spendet, wollte sie das politisch brisante Thema breit recherchiert in einem Spielfilm aufgreifen, erklärte Anne Zohra Berrached im Anschluss an die Vorstellung in der Reihe homochrom. Es sei ihr wichtig gewesen, dass das Drama echt und nah wirke, dass die Geschichte an sich glänze und nicht durch Regietricks glänzend gemacht werde. Über die Feststellung aus dem Publikum, dass der Spielfilm wie eine Doku wirke und über die Frage, ob die Schauspielerinnen selbst betroffen seien, freute sie sich sichtlich. Sie habe ohne richtiges Drehbuch gearbeitet und auf die Unverkrampftheit ihrer Darsteller gesetzt. Schließlich wollte sie keine Scripted Reality à la RTL2.

LISA MERTENS

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