Der Kinomonat März steht ganz im Zeichen des klassischen Unterhaltungskinos und verspricht Abwechslung, Genrevielfalt und gutes altes Popcornkino. Den Anfang macht niemand anderes als Guy Ritchie, der mit „The Gentlemen“ wieder zurück zu seinen Wurzeln findet und uns ab dem 27. Februar eine wilde britische Gangster-Komödie liefert, in der Matthew McConaughey einen Drogenboss spielt, der sich gerne zur Ruhe setzen möchte und dabei die halbe Unterwelt Londons gegen sich aufmischt, die allesamt in sein Millionengeschäft einsteigen wollen. Gleichzeitig startet auch „Der Unsichtbare“, der zwar vergleichsweise gediegen daher kommt, aber nicht weniger spannend ist, wenn wir einem unsichtbaren Psychopaten beiwohnen, der seine Freundin traktiert. Dabei sollte „Der Unsichtbare“ eigentlich ein weiterer Auftakt für Universals „Dark Universe“ sein, mit der Universal mit seinen alten Leinwandmonstern der 1930er Jahre ein Serienuniversum nach dem Vorbild von Marvel schaffen wollte. Seit dem Flop des ersten Reboots von „Die Mumie“ hat man sich von dieser Idee wieder entfernt und sich stattdessen glücklicherweise stärker dem individuellen Geschichtenerzählen gewidmet, anstatt die ehrwürdigen Universal Monster um jeden Preis seriell miteinander verbinden zu müssen. So ist „Der Unsichtbare“ auch viel mehr ein eigenständiger Horrorfilm, der die Figur des unsichtbaren Mannes aus den 1930er Jahren zurück in die Gegenwart holt und zu einem nervenaufreibenden Horrorthriller macht.
Den Weg von der Serie zum Film geht währenddessen die fast zum Kult avancierte deutsche Fernsehserie „Berlin, Berlin“ aus den frühen 2000er Jahren, die im März als Kinofilm eine Fortsetzung bekommt. Die Komödie erzählt abermals die Geschichte um die chaotische Großstadtprotagonistin „Lolle“, die sich nach einer geplatzten Hochzeit und einer Partynacht plötzlich im Harz wiederfindet, während sich ihr Heimweg nach Berlin zu einem irrwitzigen Roadtrip entwickelt. Der deutsche Film nimmt sich im März aber auch zwei Literaturvorlagen vor, die mit den „Känguru-Chroniken“ und der Herman Hesse Adaption von „Narziss und Goldmund“ unterschiedlicher gar nicht sein könnten. Während Dani Levy uns eher eine klamaukige Komödie rund um Marc-Uwe Klings Känguru-Erzählungen liefert, in der ein kommunistisches Känguru gegen einen rechtspopulistischen Immobilienhai im Berliner Kiez kämpft, tauchen wir in Stefan Ruzowitzkys Filmdrama tief ins Mittelalter ein, in der die konträren Lebensentwürfe zweier Klosterschüler und deren Freundschaft im Vordergrund stehen.
Das amerikanische Filmdrama „Just Mercy“ verschlägt uns hingegen in das weiße Amerika der 1980er und 90er Jahre und inszeniert ein mitreißendes Biopic über den Strafverteidiger und Bürgerrechtler Bryan Stevenson, der sich als Anwalt darauf konzentriert hatte, Todeskandidaten das Leben zu retten und dabei vor allem bitterarmen Klienten mit afroamerikanischer Herkunft Rechtsbeistand leisten musste. Als Adaption des gleichnamigen Buchs von Bryan Stevenson legt der Gerichtsfilm damit den immer noch andauernden Rassismus in den USA offen und zeichnet ein Portrait der Ungerechtigkeit. Das ist zwar im klassischen Sinne kein Popcornkino mehr, aber dennoch ein wichtiger Filmbeitrag in diesen Zeiten, denn für jede Menge Wumms und Spaß ist das Kino in den kommenden Wochen ohnehin zu haben.
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