trailer: Herr Jorberg, warum beteiligt sich die GLS Bank am Generationen-Manifest?
Thomas Jorberg: Die aktuelle Politik orientiert sich viel zu stark an gewachsenen aber überkommenen Strukturen. Aktuellen Herausforderungen, vor allem aber den Zukunftschancen, wird sie damit nicht gerecht. Veränderungen müssen sich an der möglichen Zukunft orientieren und dafür muss die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen für Wirtschaft, Bildung, Soziales und Kultur neu setzen. Die Energiewende ist nicht so weit vorangetrieben wie theoretisch möglich, einige notwendige Veränderungen in der Wirtschaft stehen seit Beginn der Finanz- und Bankenkrise weiterhin aus. Fünf Jahre ist dies nun her. Inzwischen hat die Mehrheit der Deutschen nur wenig Vertrauen darauf, dass die Politik diese Probleme überhaupt noch lösen kann. Das Manifest fasst Lösungsansätze unterschiedlichster Fragen zusammen. Bildung, Energie, Banken, Gerechtigkeit oder Bürgerbeteiligung stellen Zukunftsherausforderungen dar, die nicht isoliert, sondern nur integriert gelöst werden können. Das sind alles Themen, die die GLS Bank und mich persönlich seit Jahrzehnten bewegen.
Ist es nicht unüblich, dass sich Bankhäuser in die Tagespolitik einmischen?
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Die Entscheidung für eine Geldanlage bringt Verantwortung mit sich, denn das Geld wirkt dort, wo wir es einsetzen. Liegt es in irgendeinem Fonds, der abstrakte, spekulative Geschäfte betreibt, oder stattdessen in einem Sparbrief, dessen Gelder konsequent in den Auf- und Ausbau regenerativer Energien fließen? Hier greift das Geschäftsmodell der GLS Bank. Wir setzen uns dafür ein, die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft durch einen verantwortungsvollen Einsatz des Geldes zu gestalten. Und dazu benötigen wir verlässliche Rahmenbedingungen seitens der Politik.
Ist das Generationenmanifest nicht insgeheim eine Wahlempfehlung für die Grünen?
Die Initiative hinter dem Generationenmanifest orientiert sich nicht an einer bestimmten Partei, auch geben wir keine Wahlempfehlung ab. Wir fordern die Politiker aller Parteien auf, langfristig zu denken und konsequent auf eine ökologisch und sozial gerechte Gesellschaft hinzuarbeiten. Doch die Warnung und auch die Forderungen richten sich nicht nur an die aktuelle Regierung und die Opposition. Wir sprechen auch die Menschen, die Bürger selbst an.
Hat der nun zu wählende Bundestag überhaupt noch Entscheidungsspielräume oder ist die herrschende Politik „alternativlos“?
Natürlich hat sie Entscheidungsspielräume, jede Menge sogar. Seine Entscheidungen nicht an kurzzeitigen Wahlversprechen oder Lobbyinteressen zu orientieren, dazu braucht es Mut, Standfestigkeit und konsequentes Handeln. Wenn wir diese zehn Punkte jetzt gemeinsam anpacken, können wir unsere Zukunft nachhaltig und zum Wohle aller gestalten, damit wir unseren Kindern die gleichen Chancen und Hoffnungen für die Zukunft versprechen können, die wir selber hatten.
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