Weder Fisch noch Kanzler
Foto: Francis Lauenau

Zu Steinbrück vergattert

03. Dezember 2012

Tagebuch 12/12

Das Geschrei war groß. Peer Steinbrück nahm für 25 Riesen an einer Gesprächsrunde vor handverlesenem Publikum bei einer Veranstaltung der Stadtwerke Bochum teil. Natürlich hat es ein Geschmäckle, wenn der bisweilen schon mal mittellose Stromkunde aus dem Ruhrgebiet den sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten alimentieren muss. Der Skandal hinter dem Skandal ist aber ein anderer. Wer denkt an das arme handverlesene Publikum? Die lokalen Honoratioren sind in der Regel übergewichtige mittelständische Herren mit ihren handverlesenen schlecht gelaunten Gattinnen. Letztere wären lieber zu Hause geblieben und hätten sich dort in artgerechterem Rahmen präsentiert. Aber die Witzchen vom Sozen zu belächeln, die dieser drei Mal wöchentlich bei Talkshows und im Bundestag zum Besten gibt? Das ist doch komplett freudfrei. Um der Gattinnen willen sollten die Stadtwerke in Zukunft die politische Landschaftspflege doch lieber wieder gastronomisch gestalten. Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Serviert statt Steinbrück Steinbutt.

LUTZ DEBUS

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