Der Theaterherbst lebt auch von Absonderlichkeiten: Da rechtfertigen sich scheinbare Monster, philosophieren Puppen über Gott und die Welt, und drei Freunde streiten über Kunst ohne Inhalt und ihren monetären Wert. In Dortmund beginnt alles auf einem Jahrmarkt.
Eigentlich gab es den Urknall der Moderne gar nicht. Bei der Inszenierung der Uraufführung von „1913“ im Oberhausener Theater konnte nur eine Salve mittelgroßer Erschütterungen der damaligen kulturellen und gesellschaftlichen Lebensumstände bewiesen werden.
Was ist das für eine Gesellschaft, in der die Ermöglichung, der Vollzug oder die Verhinderung von Seitensprüngen das ganze Konfliktpotential ausmachen? Ja, in der die Triebdurchbrüche gar nichts mehr mit Gier oder Gefühl zu tun haben, sondern der Betrug alltäglich Praxis ist?
Ein Leben der Extreme, in dem Peer zu verbrennen droht, ein Leben ohne Halt und Bezug zur Wirklichkeit. Als alter Mann macht sich Peer auf den Heimweg: zu sich selbst? Oder zu Solveig, die noch immer auf ihn wartet?
Da hat Dieter Hildebrandt den RuhrHOCHdeutsch-Machern einen gehörigen Schrecken eingejagt.
Deutschlands einzig wahrer Wutbürger Hans-Joachim Heist auch bekannt als Gernot Hassknecht bildete mit wertvollen Tipps im Bahnhof Langendreer Profi-Choleriker aus.
Kölsch trifft Ghetto trifft Kebekus. Mit ihrem ersten Soloprogramm Pussy Terror hat Carolin Kebekus das Publikum des ZFR im wahrsten Sinne des Wortes von den Stühlen gerissen.
Zwischen damenhafter Zurückhaltung und der Offenheit einer Nessi Tausendschön singt und sinniert die Oberhausener Kabarettistin Gerburg Jahnke über weibliche Emanzipation und den Nutzen von Männern.
Helmut Sanftenschneider macht mit seinen Gästen die Show NachtSchnittchen zu einem persönlichen Erlebnis. Persönlicher als manchem vielleicht lieb ist.
Sie sind bekannt aus Funk und Fernsehen, und sie locken ihr Publikum in die Theater. Ein Novum im Ruhrgebiet: Das Theater im Essener Rathaus bekommt keine Subventionen, man zahlt Miete an die Stadt und ist so erfolgreich, dass viele Stars und Sternchen gerne in die ehemalige Kulturhauptstadt kommen.
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