Bühne.

Gewalt ist allgegenwärtig

Politisches Theater im April – Theater demnächst 03/13

Theater als Spiegel der Realität. Zukunft oder Gegenwart? Das Böse ist immer und überall. Anthony Burgess hat dies in seinem 1961 veröffentlichten Roman „A Clockwork Orange” bereits überzeugend kommentiert. Auch wenn Alex und seine Gang Nacht für Nacht durch die Stadt ziehen und sich auf wehrlose Opfer stürzen, zynisch, grausam und gewissenlos sind nicht nur sie.

„Erstmal zum Mond, um die Welt und ganz nach oben, um auf das große Ganze zu schauen“

„Wohin?“ heißt die neue Jugendclubproduktion in Dortmund, die sich mit aktuellen Themen beschäftigt und sich den ewigen Fragen der Heranwachsenden stellt – Premiere 03/13

Wo will ich hin im Leben? Was macht man mit der Vielzahl an Möglichkeiten? Was ist wichtiger: Beruf, Liebe oder die weite Welt, und muss man sich da überhaupt festlegen? Das Kinder- und Jugendtheater Dortmund (KJT) erarbeitet mit Jugendlichen ab 17 Jahren ein Stück über die Themen, die diese Fragen beantworten wollen.

Den Sommer in die Tasche gesteckt

Die zauberhafte Anna Depenbusch zeigt, wie es funktioniert – Komikzentrum 03/13

Während ein kalter Märzwind durch die Straßen fegt, träumt Anna Depenbusch von der Sommerfrische. Wie sie das macht? Ganz einfach: Sie bastelt sich mit Hilfe einer Hawaii-Tapete einen „Sommer aus Papier“. Der lässt sich überallhin mitnehmen, genau wie ihre Ukulele, die nicht so sperrig ist wie ihr geliebtes Klavier.

Trashig, poppig, witzig

„Fixen“ am Bochumer Prinz-Regent-Theater – Theater Ruhr 02/13

Hollywood in den 90er Jahren. Sex, Drogen, Skandale und Partys sind das tägliche Geschäft von Stars wie Pamela Anderson, Quentin Tarantino oder Sean Penn, während im Fernsehen erschreckende Bilder des Irakkriegs laufen. Mittendrin der kleine Journalist Tom, der endlich groß herauskommen möchte.

Frage der Mehrheit

„Ein Volksfeind“ im Moerser Rathaus – Theater Ruhr 02/13

Ein Ausflug ins „Bad Moers“ lohnt sich – auch für KassenpatientInnen. Es ist der Name des fiktiven Kurorts, in den das alte neue Rathaus in Moers eigens für Ulrich Grebs Inszenierung mit einer unglaublichen Detailliebe verwandelt wurde.

Kann man machen

„Die Erschaffung der Welt“ in Essen – Theater Ruhr 02/13

Als Thomas Gsella noch Chefredakteur des Satiremagazins „Titanic“ war, da pflegte er die Vorschläge seiner Texter in zwei Kategorien einzuteilen: in „Ja-kann-man-machen“- und „Super-das-isses“-Witze. Dass Letztere im Heft die Oberhand behielten, war Aufgabe des Chefs. Seinen Dienst bei der Titanic hat Gsella mittlerweile quittiert und widmet sich seither verstärkt wieder der komischen Lyrik.

Brachial gemeinsam einsam

„Out of Body“ in den Bochumer Kammerspielen – Theater Ruhr 02/13

Der Putzteufel wedelt bereits die metallische Feuerschutzwand in den Bochumer Kammerspielen, wenn die Zuschauer noch ihre Plätze einnehmen. Rumpelnd schiebt sie sich in die Höhe und gibt den Blick frei auf ein dunkles Tribunal in irgendeinem Wunderland, dessen Funktion ein anderer schwarz gekleideter Dämon erklärt: „Glauben Sie nicht, Sie könnten etwas wirklich wissen, bevor es zu spät ist.“

„Mein Wunderland ist auf jeden Fall experimentell“

Schorsch Kamerun über die Uraufführung „Alle im Wunderland“ am Theater Oberhausen – Premiere 02/13

Der Punkmusiker und Regisseur Schorsch Kamerun („Goldene Zitronen“) entdeckt in dem 1865 erschienenen und zum Klassiker der englischen Kinderliteratur gewordenen Kinderbuch „Alice im Wunderland“ den existentiellen Entwurf einer immer schwerer zu fassenden Welt.

Gute Zeiten mit very begabten Künstlern

Schroeder, Tufts und Zingsheim sorgen für frischen Wind im Showbiz – Komikzentrum 02/13

Er ist smart, souverän und keiner von denen, die Gags bei anderen klauen: Florian Schroeder ist „Offen für alles und nicht ganz dicht“, so der Titel seines Programms, mit dem er am 17.2. im Stratmanns Theater in Essen auftritt. Aber was heißt schon auftreten?

Die Steine im Acker

Theater sehen als Schwerstarbeit – Theater demnächst 02/13

Wenn im März die Bauern beginnen, die Felder zu pflügen und hier und da noch ein paar Steine vom Acker räumen, dann legen die Theater ihren Zuschauern auch mächtige Felsen auf den Weg zum kulturellen Wohlbefinden. Leichte Kost scheint trotz frischer Frühkartoffeln nicht angesagt zu sein.

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