Das Böse ist allgegenwärtig. Wie ein Geist umschwirrt Samiel ständig das Geschehen irgendwo im Böhmerwald. In der Wuppertaler „Freischütz“-Inszenierung von Andrea Schwalbach spielt Marco Wohlwend ihn als konservativen Teufel mit abgenutzter Aktentasche.
Von der Decke hängen leuchtende Wortassoziationen zum Berlin der 1920er Jahre, aber auch zum Leben im Allgemeinen. Die Band swingt im Hintergrund: willkommen im Cabaret. Ende der 1920er liegt die Weltwirtschaftskrise noch schwer im Magen, das drohende Unheil des Nazi-Regimes bereits in der Luft.
Die Welt der Oper ist voller Symbolik und Verschlüsselungen. Wer tiefer darin eintauchen möchte, muss schlaue Bücher wälzen oder sich in dröge Einführungsvorträge setzen. Sängerin Franziska Dannheim bietet neuerdings einen weiteren, wesentlich unterhaltsameren Zugang: die „Oper légère“.
Seine Liebe zu Gott ist unerschütterlich. Mendel Singer, jüdischer Dorfschullehrerin einem russischen Schtetl vor gut 100 Jahren, glaubt das zumindest. In Wahrheit ist es wohl eher ein strammer religiöser Gehorsam, den er für Liebe hält. In seiner eigenen Familie ist jedenfalls nichts von Nächstenliebe oder Mitgefühlzuspüren.
Alles hätte so schön sein können, wenn da nicht Eltern und Karriereleiter und Stand und Ehre und was weiß ich sonst noch eine unsichtbare Mauer aus Lug und Trug gebaut hätten, gegen die die beiden Liebenden erst anrennen und an der sie am Schluss verzweifeln.
Zwei Frauenleichen ausgeweidet, mal schnell einen menschlichen Braten gezaubert. Ed Gein war ein irrer Mörder und diente zahlreichen Horror-Filmen wie „Psycho“ oder „Schweigen der Lämmer“ als blutrünstige Basis. „Der Schlächter von Plainfield“ wurde zum Unhold seiner Zeit und das waren die grauen 1950er Jahre in Wisconsin.
Mit donnernden Schritten geht Lum zur Tür. „Willst du, dass ich dich verlasse?“ brüllt er seinem Kompagnon Purl zu. „Natürlich“, schreit der ihm hinterher. Lum öffnet eine knarrende Tür, die jedem Psychothriller Ehre machen würde. Doch mit dem Verlassen wird es nichts.
Wenn eine kleine Hand zum Zählen der Lebensjahre nicht mehr ausreicht, dann beginnt in der Regel die Zeit für Bühnenspektakel jenseits des Kasperletheaters. Davon profitieren die Stadttheater insbesondere zur Weihnachtszeit.
Jürgen Bartsch hatte in den 60er Jahren vier Jungen entführt, misshandelt und auf grausame Weise ermordet. Das Stück ist der Versuch seine Gedanken zu erkunden.
Jahresrückblicke und X-mas-Shows schön und gut: Es gibt aber auch noch „normale“ Höhepunkte auf den Bühnen der Region. Zum Beispiel das Gastspiel des Schweizer Duos „Ohne Rolf“.
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